Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

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Aktuelle Forschungsergebnisse

An Integrated Model of Action Selection: Distinct Modes of Cortical Control of Striatal Decision Making

MPFG "Neuronale Grundlagen des Lernens und Entscheidens"

Melissa J. Sharpe, Thomas Stalnaker, Nicolas W. Schuck, Simon Killcross, Geoffrey Schoenbaum, Yael Niv (2019). An Integrated Model of Action Selection: Distinct Modes of Cortical Control of Striatal Decision Making. Annual Review of Psychology 70:1, 53-76. doi.org/10.1146/annurev-psych-010418-102824

Wenn nur wenige Möglichkeiten zur Auswahl stehen, scheint es leicht eine Entscheidung zu treffen: wir wählen einfach die Option mit dem bestmöglichen Ergebnis. In komplexeren Umgebungen, in denen dieselbe Handlung unter verschiedenen Bedingungen zu unterschiedlichen Ergebnissen führen kann, ist es hingegen deutlich schwieriger, Entscheidungen zu treffen.

Annu. Rev. Psychol. 2019.70:53-76

Plastizität über die frühe Entwicklung hinaus: Hypothesen und Fragen

Entwicklungspsychologie

Lindenberger, U. (2018). Plasticity beyond early development: Hypotheses and questions. In A. A. Benasich & U. Ribary (Eds.), Emergent brain dynamics: Prebirth to adolescence (pp. 207–223). Cambridge, MA: MIT Press

Auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse zu kritischen Perioden in der frühen Entwicklung präsentiert dieses Kapitel ein Programm zur Erforschung menschlicher Plastizität über die Lebensspanne und legt das konzeptuelle Fundament für eine Reihe von Forschungshypothesen und offenen Fragen. Plastizität wird als strukturelle Veränderbarkeit des Gehirns definiert, die mit Erweiterungen des Verhaltensrepertoires einhergeht. Die Flexibilität stellt wiederum die Umsetzung und Rekonfiguration des existierenden Verhaltensrepertoires während stabiler Phasen dar, die durch die Abwesenheit struktureller Hirnveränderungen gekennzeichnet sind. Untersuchungen zu kritischen Perioden bei Tieren während der motorischen und sensorischen Entwicklung bilden die Grundlage für drei Hypothesen, die als Leitlinien für die Erforschung von Plastizität in späteren Altersphasen dienen können.

Plasticity beyond early development

Entwicklungspsychologie

Entwicklungspsychologie

Schneider, W., & Lindenberger, U. (Hrsg.). (2018). Entwicklungspsychologie (8. Aufl.). Weinheim: Beltz.

Was nimmt das Neugeborene wahr? Wie lernen Kinder den Umgang mit Gefühlen? Wann und wie bildet sich unsere Persönlichkeit heraus? Wie verändern sich kognitive Fähigkeiten im Erwachsenenalter? – Die Inhalte der Entwicklungspsychologie sind breit gefächert und anschaulich wie in kaum einem anderen Fachgebiet der Psychologie. Das Lehrbuch “Entwicklungspsychologie” – von Rolf Oerter und Leo Montada begründet – gilt als das Standardwerk des Fachs. Es wird in der 8. Auflage von Wolfgang Schneider und Ulman Lindenberger herausgegeben.

Buchcover Entwicklungspsychologie

Architecture, Democracy, and Emotions: The Politics of Feeling since 1945.

Geschichte der Gefühle

Großmann, T., & Nielsen, P. (Eds.) (2018). Architecture, Democracy, and Emotions: The Politics of Feeling since 1945. London and New York: Routledge.

Nach 1945 versprachen nicht nur Europas Parlamentsgebäude, dass in ihnen die Demokratie zuhause sein wird. Architecture, Democracy, and Emotions zeigt, dass sogar Hotels in der Türkei, holländische Einkaufszentren und Wohnungsbauprogramme in der Sowjetunion neue demokratische Haltungen und Gefühle verbreiteten. Das Buch konzentriert sich auf die im Wettbewerb stehenden Versprechen von Verbraucher-, Wohlfahrts- und sozialistischer Demokratie und untersucht von der Türkei über Ost- und Westeuropa bis in die Vereinigten Staaten die Gefühlspolitik von Wohnungs- und Repräsentationsbauten.

Cognitive costs of decision-making strategies: A resource demand decomposition with a cognitive architecture

Adaptive Rationalität

Fechner, H. B., Schooler, L. J., & Pachur, T. (2018). Cognitive costs of decision-making strategies: A resource demand decomposition with a cognitive architecture. Cognition, 170, 102-122. doi:10.1016/j.cognition.2017.09.003

Viele psychologische Theorien gehen davon aus, dass Denkprozessen verschiedene Strategien zur Verfügung stehen, die sich hinsichtlich ihres kognitiven Aufwands unterscheiden. Doch wie sind diese kognitiven Kosten zu konzeptualisieren, und wie können sie gemessen werden?

Paper

Auf der Suche nach einer anderen Medizin. Psychosomatik im 20. Jahrhundert

Geschichte der Gefühle

Alexa Geisthövel/Bettina Hitzer (Hg.) Auf der Suche nach einer anderen Medizin. Psychosomatik im 20. Jahrhundert, stw 2019.

Was Psyche und Körper stark macht… Schlagzeilen wie diese begegnen uns heute überall. Rückenschmerzen, Atemnot, Hautausschlag – viele körperliche Beschwerden schreiben wir  emotionalen Konflikten, mangelnder Achtsamkeit oder Dauerstress zu. Doch woher stammen derartige Vorstellungen von Psychosomatik? Dieses Buch bietet erstmals einen Überblick über die Geschichte der psychosomatischen Medizin in Deutschland. Pointierte Einzeldarstellungen präsentieren ein Panorama, das neben den Spielarten der Psychosomatik im 20. Jahrhundert auch die Suche nach einer Medizin zeigt, die sich als menschlichere Alternative zur modernen, vermeintlich seelenlosen Apparatemedizin verstand.

Wie man seinen Lebensunterhalt verdient, beeinflusst die sozialen Lernstrategien

Adaptive Rationalität

Glowacki, L., & Molleman, L. (2017). Subsistence styles shape human social learning strategies. Nature Human Behaviour, 1:0098. doi:10.1038/s41562-017-0098

Soziales Lernen ist ein wesentlicher Bestandteil menschlicher Kognition. Das Lernen von Anderen vereinfacht die Vermittlung von Informationen und hilft Individuen und Gruppen, sich schnell an neue Umgebungen anzupassen. Soziales Lernen ist damit grundlegend für die kulturelle Evolution. Im Allgemeinen wird angenommen, dass alle Menschen gleichermaßen zu sozialem Lernen neigen. Aktuelle empirische Studien zeigen jedoch, dass diese Neigung zwischen Individuen und Gruppen durchaus variiert. Die Ursachen dieser Unterschiede sind bisher jedoch weitestgehend unklar. In ihrem Artikel zeigen die Autoren, dass wechselseitige Abhängigkeiten in sozialen und wirtschaftlichen Alltagsaktivitäten soziales Lernen verstärken.

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