Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

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Aktuelle Forschungsergebnisse

Plastizität über die frühe Entwicklung hinaus: Hypothesen und Fragen

Entwicklungspsychologie

Lindenberger, U. (2018). Plasticity beyond early development: Hypotheses and questions. In A. A. Benasich & U. Ribary (Eds.), Emergent brain dynamics: Prebirth to adolescence (pp. 207–223). Cambridge, MA: MIT Press

Auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse zu kritischen Perioden in der frühen Entwicklung präsentiert dieses Kapitel ein Programm zur Erforschung menschlicher Plastizität über die Lebensspanne und legt das konzeptuelle Fundament für eine Reihe von Forschungshypothesen und offenen Fragen. Plastizität wird als strukturelle Veränderbarkeit des Gehirns definiert, die mit Erweiterungen des Verhaltensrepertoires einhergeht. Die Flexibilität stellt wiederum die Umsetzung und Rekonfiguration des existierenden Verhaltensrepertoires während stabiler Phasen dar, die durch die Abwesenheit struktureller Hirnveränderungen gekennzeichnet sind. Untersuchungen zu kritischen Perioden bei Tieren während der motorischen und sensorischen Entwicklung bilden die Grundlage für drei Hypothesen, die als Leitlinien für die Erforschung von Plastizität in späteren Altersphasen dienen können.

Plasticity beyond early development

Entwicklungspsyhologie

Entwicklungspsychologie

Schneider, W., & Lindenberger, U. (Hrsg.). (2018). Entwicklungspsychologie (8. Aufl.). Weinheim: Beltz.

Was nimmt das Neugeborene wahr? Wie lernen Kinder den Umgang mit Gefühlen? Wann und wie bildet sich unsere Persönlichkeit heraus? Wie verändern sich kognitive Fähigkeiten im Erwachsenenalter? – Die Inhalte der Entwicklungspsychologie sind breit gefächert und anschaulich wie in kaum einem anderen Fachgebiet der Psychologie. Das Lehrbuch “Entwicklungspsychologie” – von Rolf Oerter und Leo Montada begründet – gilt als das Standardwerk des Fachs. Es wird in der 8. Auflage von Wolfgang Schneider und Ulman Lindenberger herausgegeben.

Buchcover Entwicklungspsychologie

Monsoon feelings: a history of emotions in the rain

Geschichte der Gefühle

Schofield, K. R., Rajamani, I., & Pernau, M. (Eds.) (2018). Monsoon feelings: a history of emotions in the rain. New Delhi: Niyogi.

Der Monsun ist die Zeit des strömenden Regens und der intensiven Gefühle: Liebe und Sehnsucht, Hoffnung und Furcht, Freude und Schmerz, Hingabe und fröhliche Ausschweifung. In eindrucksvollen Essays, die die regennassen Welten in Poesie, Gesang, Malerei, Architektur, Film, in Gärten, auf Festivals sowie in der Musik und Medizin erforschen, untersucht der reich bebilderte Sammelband die Geschichte der „Monsoon Feelings“ in Südasien vom zwölften Jahrhundert bis zur Gegenwart.

Monsoon feelings: a history of emotions in the rain – Book Cover

Cognitive costs of decision-making strategies: A resource demand decomposition with a cognitive architecture

Adaptive Rationalität

Fechner, H. B., Schooler, L. J., & Pachur, T. (2018). Cognitive costs of decision-making strategies: A resource demand decomposition with a cognitive architecture. Cognition, 170, 102-122. doi:10.1016/j.cognition.2017.09.003

Viele psychologische Theorien gehen davon aus, dass Denkprozessen verschiedene Strategien zur Verfügung stehen, die sich hinsichtlich ihres kognitiven Aufwands unterscheiden. Doch wie sind diese kognitiven Kosten zu konzeptualisieren, und wie können sie gemessen werden?

Paper

Die Politik der Demütigung

Geschichte der Gefühle

Frevert, U. (2017). Die Politik der Demütigung: Schauplätze von Macht und Ohnmacht. Frankfurt: S. Fischer. ISBN: 978-3-10-397222-1

Eine Geschichte öffentlicher Demütigung als Inszenierung von Macht: Wie mit Schamgefühlen Politik gemacht wird.
Ob Pranger oder Prügelstrafe – viele Rituale öffentlicher Demütigung wurden seit der Aufklärung in Frage gestellt, gemildert oder abgeschafft. Und doch blieben Demütigung und Beschämung zentrale Mittel der Machtausübung in Kindererziehung, Strafrecht und Politik – dies zeigt Ute Frevert in einem Gang durch 250 Jahre moderner Geschichte. Dazu gehören die Demütigung von Frauen, die sich während des Zweiten Weltkriegs mit deutschen Besatzern eingelassen hatten, ebenso wie die aktuelle juristische Praxis in den USA, Straftäter zu zwingen, ihr Vergehen öffentlich kundzutun. Hierzulande sorgen Medienpranger und Internet dafür, dass öffentliche Beschämung allgegenwärtig bleibt.
Anhand von mal amüsanten, mal verstörenden Begebenheiten erzählt Ute Frevert eine Geschichte von Würde und Ehre, von Macht und Ohnmacht, von Inklusion und Ausschluss in der modernen Gesellschaft.

Cover Die Politik der Demütigung

Wie man seinen Lebensunterhalt verdient, beeinflusst die sozialen Lernstrategien

Adaptive Rationalität

Glowacki, L., & Molleman, L. (2017). Subsistence styles shape human social learning strategies. Nature Human Behaviour, 1:0098. doi:10.1038/s41562-017-0098

Soziales Lernen ist ein wesentlicher Bestandteil menschlicher Kognition. Das Lernen von Anderen vereinfacht die Vermittlung von Informationen und hilft Individuen und Gruppen, sich schnell an neue Umgebungen anzupassen. Soziales Lernen ist damit grundlegend für die kulturelle Evolution. Im Allgemeinen wird angenommen, dass alle Menschen gleichermaßen zu sozialem Lernen neigen. Aktuelle empirische Studien zeigen jedoch, dass diese Neigung zwischen Individuen und Gruppen durchaus variiert. Die Ursachen dieser Unterschiede sind bisher jedoch weitestgehend unklar. In ihrem Artikel zeigen die Autoren, dass wechselseitige Abhängigkeiten in sozialen und wirtschaftlichen Alltagsaktivitäten soziales Lernen verstärken.

Cover nature human behaviour

Maskiertes morphologisches Priming bei deutsch-sprachigen Erwachsenen und Kindern: Ergebnisse auf Grundlage von Reaktionszeitverteilungen

MPFG "REaD" | Schriftspracherwerb und Leseentwicklung

Hasenäcker, J., Beyersmann, E., & Schroeder, S. (2016). Masked morphological priming in German-speaking adults and children: Evidence from response time distributions. Frontiers in Psychology, 7: 929.
doi:10.3389/fpsyg.2016.00929

Die Studie untersucht maskiertes morphologisches Priming bei deutsch-sprachigen Kindern und Erwachsenen unter Berücksichtigung von Reaktionszeitverteilungen. Primingeffekte von suffigierten Wörtern (kleidchen-KLEID), suffigierten Nichtwörtern (kleidtum-KLEID) ...

Masked morphological priming in German-speaking adults and children: Evidence fr

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Institutsbroschüre 2015 | Cover
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