Selbst erfahren statt Beschreibungen lesen: Wie wir zu besseren intuitiven Statistiker*innen werden

Warum scheinen Babys und Menschenaffen besser im Umgang mit Wahrscheinlichkeiten zu sein als Erwachsene und was bedeutet das für die statistische Bildung? Diese Fragen untersuchten Wissenschaftler*innen vom MPIB und der Universität der Balearen in zwei Studien, die in den Fachzeitschriften Cognition und Psychological Bulletin veröffentlicht wurden.

„Rauschen“ im Gehirn kann Wirksamkeit psychiatrischer Behandlung prognostizieren

Eine Herausforderung in der Psychiatrie ist, zu beurteilen, ob Patient*innen auf Behandlungen ansprechen oder nicht. In einer Studie zeigen Forscher des Karolinska Institutet und des MPIB, dass Moment-zu-Moment-Fluktuationen der Hirnaktivität zuverlässig vorhersagen können, ob Patient*innen mit sozialer Angststörung für eine kognitive Verhaltenstherapie empfänglich sind.

Wenn Maschinen mitmischen

Immer öfter treffen wir im Alltag auf künstliche Intelligenz: auf Chatbots im Callcenter, auf Roboterkollegen am Fließband oder auf elektronisch gesteuerte Mitspieler beim Gamen. Am MPIB untersucht Iyad Rahwan mit seinem Team, wie Menschen sich verhalten, wenn sie mit intelligenten Maschinen zu tun haben, und was sie von ihrem künstlichen Gegenüber erwarten. Hier können Sie den Artikel aus der MaxPlanckForschung lesen.

Experiment zu Schwarmintelligenz und Entscheidungsfindung

Verlassen Sie sich eher auf Ihre persönliche Einschätzung oder beziehen Sie Meinungen anderer mit ein? Die Antwort auf diese Frage kann dabei helfen, Phänomene wie Polarisierung besser zu verstehen. Ein Experiment zu diesem Thema ist Teil des Humboldt Labors in Berlin. Die Ergebnisse fließen in ein Projekt des Exzellenzclusters „Science of Intelligence“ und des MPIB ein. Jetzt kostenfreie Zeitfenster buchen!

Wissenschaft stärken, um die Zukunft zu sichern

Am 26. September wird nicht nur der Bundestag, sondern auch das Berliner Abgeordnetenhaus neu gewählt. In einem Positionspapier betonen nun die in Berlin Research 50 zusammengeschlossenen außeruniversitären Einrichtungen der Hauptstadt, worauf es nach der Wahl für die Forschung ankommt. Darin formulieren sie 10 Forderungen, die der künftige Senat umsetzen sollte, um Berlin als Wissenschaftsmetropole weiter zu stärken.

„Es braucht eine kritische Masse, die sich klimafreundlich verhält“

Seit Jahren warnen Wissenschaftler*innen vor den Gefahren des Klimawandels. Die Folgen sind längst spürbar. Nur durch schnelles und entschlossenes Handeln ließen sie sich zumindest begrenzen. Was aber hindert uns daran, dringend notwendige Maßnahmen zu ergreifen? Ralph Hertwig, Direktor des Forschungsbereichs Adaptive Rationalität, erläutert die Gründe und gibt Anregungen, wie wir unsere Gewohnheiten ändern können.

Gefühle in der Geschichte

Ute Frevert gab der Sozial- und Geschlechtergeschichte durch richtungsweisende Publikationen wichtige Impulse. Schon früh hat sie dabei auch die geschichtsbildende Kraft einzelner Gefühle herausgearbeitet und deren historische Gebundenheit untersucht. In ihrem neuesten Buch präsentiert sie eine sorgsam komponierte Auswahl von programmatischen Aufsätzen, anregenden Einzelstudien und bislang unveröffentlichten Vorträgen aus drei Jahrzehnten, die von der Macht der Gefühle in der Geschichte zeugen und den Reiz wie den Wert der Emotionsgeschichte belegen.

Ein Spaziergang fürs Gehirn

Während der Corona-Pandemie wurden Spaziergänge zu einer beliebten und regelmäßigen Freizeitbeschäftigung. Nun deutet eine neurowissenschaftliche Studie an: Wer regelmäßig an der frischen Luft ist, tut seinem Gehirn und seinem Wohlbefinden etwas Gutes. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher*innen des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Die Längsschnittstudie ist in der Fachzeitschrift The World Journal of Biological Psychiatry erschienen.

Coronavirus-Pandemie: Folgen für Kinder und Jugendliche kompensieren

Die Coronavirus-Pandemie hat für Kinder und Jugendliche vielfältige Auswirkungen auf deren Bildung, soziale Interaktion, sozioemotionale Entwicklung, körperliche Aktivität sowie auf das psychische Wohlbefinden. Um diesen zu begegnen, empfiehlt die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina den Auf- und Ausbau von Unterstützungs- und Bildungsstrukturen. Beteiligt waren an der Stellungnahme auch Forscher*innen des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung.

Vorsicht, giftiges Grün!

Einige Pflanzen verfügen über Gifte, die uns krankmachen oder gar töten können. Daher ist aus evolutionärer Sicht eine Scheu vor Pflanzen gerade im Baby- und Kleinkindalter sinnvoll. Forschungsgruppenleiterin Annie Wertz untersucht, welche Verhaltensweisen Kinder vor gefährlichen Pflanzen schützen und wie sie von Erwachsenen lernen, was aus der Natur gut und essbar ist. Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen MaxPlanckForschung.




Das Institut

Am Institut dreht sich alles um die menschliche Entwicklung und um Bildungsprozesse. Wissenschaftler*innen unterschiedlicher Fachrichtungen – wie beispielsweise der Psychologie, Soziologie, Geschichtswissenschaft, Computer- und Informationswissenschaft oder Ökonomie – arbeiten in interdisziplinären Projekten zusammen. Einen Überblick über alle Bereiche und Gruppen finden Sie hier.

Suchen Sie einen bestimmten Kontakt? Am MPI für Bildungsforschung arbeiten etwa 350 Mitarbeiter*innen aus über 30 Ländern. Das Institut gliedert sich in vier Forschungs­bereiche, drei Nachwuchs­forschungsgruppen, eine Emmy Noether-Gruppe und eine Lise-Meitner-Forschungsgruppe. Dazu kommen Mitarbeiter*innen aus den Servicebereichen. Hier finden Sie die Kontaktdaten aller Mitarbeiter*innen.

Haben Sie Interesse, an einer Studie selbst teilzunehmen? Wir suchen ständig Männer, Frauen und Kinder unterschiedlichen Alters, die an psychologischen oder neurowissenschaftlichen Studien teilnehmen möchten. Hier erfahren Sie, für welche aktuellen Projekte gerade Proband*innen gesucht werden, welche Voraussetzungen Sie mitbringen müssen und welche Studienmethoden genutzt werden.

Highlights aus der Forschung


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Pressemeldungen

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