Wie ein blauer Kern im Gehirn unsere Aufmerksamkeit lenkt

Wie können wir von Unachtsamkeit zu höchster Aufmerksamkeit wechseln? Der Locus coeruleus, der blaue Kern, ist eine winzige Zellstruktur im Hirnstamm. Als Hauptquelle des Botenstoffes Noradrenalin hilft er dabei, unseren Aufmerksamkeitsfokus zu kontrollieren. Laut Wissenschaftler*innen am MPIB reguliert der blaue Kern die Sensitivität unseres Gehirns in Situationen, die unsere Aufmerksamkeit erfordern.

Fluid Feelings

Geschlecht und Emotion werden allzu oft in stereotypen Bildern gedacht. Vor einem solchen Hintergrund geht es in dem Heft um Mehrdeutigkeiten und Abweichungen, das heißt um das dynamische Wechselspiel von Geschlecht und Emotion. In fünf Beiträgen begreifen Wissenschaftlerinnen des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung dabei weder Geschlecht noch Emotion als konsistente Kategorien, sondern als Phänomene in Bewegung, die immer wieder neu entstehen.

Wenn Maschinen mitmischen

Immer öfter treffen wir im Alltag auf künstliche Intelligenz: auf Chatbots im Callcenter, auf Roboterkollegen am Fließband oder auf elektronisch gesteuerte Mitspieler beim Gamen. Am MPIB untersucht Iyad Rahwan mit seinem Team, wie Menschen sich verhalten, wenn sie mit intelligenten Maschinen zu tun haben, und was sie von ihrem künstlichen Gegenüber erwarten. Hier können Sie den Artikel aus der MaxPlanckForschung lesen.

Selbst erfahren statt Beschreibungen lesen: Wie wir zu besseren intuitiven Statistiker*innen werden

Warum scheinen Babys und Menschenaffen besser im Umgang mit Wahrscheinlichkeiten zu sein als Erwachsene und was bedeutet das für die statistische Bildung? Diese Fragen untersuchten Wissenschaftler*innen vom MPIB und der Universität der Balearen in zwei Studien, die in den Fachzeitschriften Cognition und Psychological Bulletin veröffentlicht wurden.

Ein Spaziergang fürs Gehirn

Während der Corona-Pandemie wurden Spaziergänge zu einer beliebten und regelmäßigen Freizeitbeschäftigung. Nun deutet eine neurowissenschaftliche Studie an: Wer regelmäßig an der frischen Luft ist, tut seinem Gehirn und seinem Wohlbefinden etwas Gutes. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher*innen des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Die Längsschnittstudie ist in der Fachzeitschrift The World Journal of Biological Psychiatry erschienen.

„Es braucht eine kritische Masse, die sich klimafreundlich verhält“

Seit Jahren warnen Wissenschaftler*innen vor den Gefahren des Klimawandels. Die Folgen sind längst spürbar. Nur durch schnelles und entschlossenes Handeln ließen sie sich zumindest begrenzen. Was aber hindert uns daran, dringend notwendige Maßnahmen zu ergreifen? Ralph Hertwig, Direktor des Forschungsbereichs Adaptive Rationalität, erläutert die Gründe und gibt Anregungen, wie wir unsere Gewohnheiten ändern können.

Gefühle in der Geschichte

Ute Frevert gab der Sozial- und Geschlechtergeschichte durch richtungsweisende Publikationen wichtige Impulse. Schon früh hat sie dabei auch die geschichtsbildende Kraft einzelner Gefühle herausgearbeitet und deren historische Gebundenheit untersucht. In ihrem neuesten Buch präsentiert sie eine sorgsam komponierte Auswahl von programmatischen Aufsätzen, anregenden Einzelstudien und bislang unveröffentlichten Vorträgen aus drei Jahrzehnten, die von der Macht der Gefühle in der Geschichte zeugen und den Reiz wie den Wert der Emotionsgeschichte belegen.

Coronavirus-Pandemie: Folgen für Kinder und Jugendliche kompensieren

Die Coronavirus-Pandemie hat für Kinder und Jugendliche vielfältige Auswirkungen auf deren Bildung, soziale Interaktion, sozioemotionale Entwicklung, körperliche Aktivität sowie auf das psychische Wohlbefinden. Um diesen zu begegnen, empfiehlt die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina den Auf- und Ausbau von Unterstützungs- und Bildungsstrukturen. Beteiligt waren an der Stellungnahme auch Forscher*innen des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung.

Vorsicht, giftiges Grün!

Einige Pflanzen verfügen über Gifte, die uns krankmachen oder gar töten können. Daher ist aus evolutionärer Sicht eine Scheu vor Pflanzen gerade im Baby- und Kleinkindalter sinnvoll. Forschungsgruppenleiterin Annie Wertz untersucht, welche Verhaltensweisen Kinder vor gefährlichen Pflanzen schützen und wie sie von Erwachsenen lernen, was aus der Natur gut und essbar ist. Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen MaxPlanckForschung.




Das Institut

Am Institut dreht sich alles um die menschliche Entwicklung und um Bildungsprozesse. Wissenschaftler*innen unterschiedlicher Fachrichtungen – wie beispielsweise der Psychologie, Soziologie, Geschichtswissenschaft, Computer- und Informationswissenschaft oder Ökonomie – arbeiten in interdisziplinären Projekten zusammen. Einen Überblick über alle Bereiche und Gruppen finden Sie hier.

Suchen Sie einen bestimmten Kontakt? Am MPI für Bildungsforschung arbeiten etwa 350 Mitarbeiter*innen aus über 30 Ländern. Das Institut gliedert sich in vier Forschungs­bereiche, drei Nachwuchs­forschungsgruppen, eine Emmy Noether-Gruppe und eine Lise-Meitner-Forschungsgruppe. Dazu kommen Mitarbeiter*innen aus den Servicebereichen. Hier finden Sie die Kontaktdaten aller Mitarbeiter*innen.

Haben Sie Interesse, an einer Studie selbst teilzunehmen? Wir suchen ständig Männer, Frauen und Kinder unterschiedlichen Alters, die an psychologischen oder neurowissenschaftlichen Studien teilnehmen möchten. Hier erfahren Sie, für welche aktuellen Projekte gerade Proband*innen gesucht werden, welche Voraussetzungen Sie mitbringen müssen und welche Studienmethoden genutzt werden.

Highlights aus der Forschung


Aktuelles

Pressemeldungen

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Es ist nach wie vor eine zentrale Herausforderung in der Psychiatrie, zuverlässig zu beurteilen, ob ein*e Patient*in ...

Wir setzten uns für Chancengleichheit von Männern und Frauen ein. Dies betrifft sowohl personelle als auch organisatorische Maßnahmen mit Blick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Karriereförderung. Mit unseren Angeboten wollen wir ein wertschätzendes und offenes Klima schaffen, das exzellentes Arbeiten unterstützt und fördert.

Wir bieten für Nachwuchs­wissenschaftler*innen vor der Promotion verschiedene Möglichkeiten der Förderung.
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