Viele Menschen finden es moralisch unzulässig, Nieren, Kinder oder Doktortitel auf dem freien Markt zu verkaufen. Doch was macht eine Markttransaktion in den Augen der Öffentlichkeit moralisch verwerflich? Und was wird kollektiv am meisten abgelehnt? Diesen Fragen sind Forscher*innen des MPI für Bildungsforschung und des Robert Koch-Instituts nachgegangen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Cognition veröffentlicht und bieten neue Ansatzpunkte für politische Interventionen.

Wann empfinden wir ein Geschäft als moralisch verwerflich?

Viele Menschen finden es moralisch unzulässig, Nieren, Kinder oder Doktortitel auf dem freien Markt zu verkaufen. Doch was macht eine Markttransaktion in den Augen der Öffentlichkeit moralisch verwerflich? Und was wird kollektiv am meisten abgelehnt? Diesen Fragen sind Forscher*innen des MPI für Bildungsforschung und des Robert Koch-Instituts nachgegangen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Cognition veröffentlicht und bieten neue Ansatzpunkte für politische Interventionen.

Politische Debatten geraten heute oft zur verbalen Keilerei – vor allem in sozialen Medien. Wie es in der digitalen Welt zu Meinungsbildung – und häufig auch Polarisierung – kommt und wie man dem entgegenwirken könnte, untersuchen Forscher*innen des Max-Planck-Instituts für Mathematik in den Naturwissenschaften sowie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung. Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der MaxPlanckForschung.

Im Getriebe der Meinungsmaschine

Politische Debatten geraten heute oft zur verbalen Keilerei – vor allem in sozialen Medien. Wie es in der digitalen Welt zu Meinungsbildung – und häufig auch Polarisierung – kommt und wie man dem entgegenwirken könnte, untersuchen Forscher*innen des Max-Planck-Instituts für Mathematik in den Naturwissenschaften sowie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung. Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der MaxPlanckForschung.

Während der Corona-Pandemie wurden Spaziergänge zu einer beliebten und regelmäßigen Freizeitbeschäftigung. Nun deutet eine neurowissenschaftliche Studie an: Wer regelmäßig an der frischen Luft ist, tut seinem Gehirn und seinem Wohlbefinden etwas Gutes. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher*innen des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Die Längsschnittstudie ist in der Fachzeitschrift The World Journal of Biological Psychiatry erschienen.

Ein Spaziergang fürs Gehirn

Während der Corona-Pandemie wurden Spaziergänge zu einer beliebten und regelmäßigen Freizeitbeschäftigung. Nun deutet eine neurowissenschaftliche Studie an: Wer regelmäßig an der frischen Luft ist, tut seinem Gehirn und seinem Wohlbefinden etwas Gutes. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher*innen des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Die Längsschnittstudie ist in der Fachzeitschrift The World Journal of Biological Psychiatry erschienen.

Am Anfang jeder wissenschaftlichen Studie stehen Entwurf und Planung. Bei der Bewertung des geplanten Vorgehens wird oft die statistische Teststärke betrachtet, die angibt, mit welcher Wahrscheinlichkeit sich ein vermuteter Effekt zeigen lässt. In der Praxis wird die Teststärke häufig nur als Funktion der Stichprobengröße betrachtet. Aktuelle Forschung fasst Studienentwurf systematisch als ingenieurstechnisches Problem auf und zeigt, dass es weitere Stellschrauben gibt, mit denen Studien effizienter realisierbar sind. 

Was optimales Studiendesign mit Brückenbau zu tun hat 

Am Anfang jeder wissenschaftlichen Studie stehen Entwurf und Planung. Bei der Bewertung des geplanten Vorgehens wird oft die statistische Teststärke betrachtet, die angibt, mit welcher Wahrscheinlichkeit sich ein vermuteter Effekt zeigen lässt. In der Praxis wird die Teststärke häufig nur als Funktion der Stichprobengröße betrachtet. Aktuelle Forschung fasst Studienentwurf systematisch als ingenieurstechnisches Problem auf und zeigt, dass es weitere Stellschrauben gibt, mit denen Studien effizienter realisierbar sind. 

Die Coronavirus-Pandemie hat für Kinder und Jugendliche vielfältige Auswirkungen auf deren Bildung, soziale Interaktion, sozioemotionale Entwicklung, körperliche Aktivität sowie auf das psychische Wohlbefinden. Um diesen zu begegnen, empfiehlt die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina den Auf- und Ausbau von Unterstützungs- und Bildungsstrukturen. Beteiligt waren an der Stellungnahme auch Forscher*innen des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung.

Coronavirus-Pandemie: Folgen für Kinder und Jugendliche kompensieren

Die Coronavirus-Pandemie hat für Kinder und Jugendliche vielfältige Auswirkungen auf deren Bildung, soziale Interaktion, sozioemotionale Entwicklung, körperliche Aktivität sowie auf das psychische Wohlbefinden. Um diesen zu begegnen, empfiehlt die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina den Auf- und Ausbau von Unterstützungs- und Bildungsstrukturen. Beteiligt waren an der Stellungnahme auch Forscher*innen des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung.

Ob unsere Möbel rund oder eckig sind, ob wir im Wald spazieren gehen oder in der Stadt – die Umwelt, in der wir uns bewegen, beeinflusst unser Gehirn. Was das bedeutet und wie das erforscht wird, erzählt die Psychologin Simone Kühn in der ersten Folge der neuen Podcast-Serie „Ach, Mensch!“. Sie leitet die Lise-Meitner-Gruppe „Umweltneurowissenschaften“ und möchte herausfinden, welche Lebenswelten sich positiv auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden auswirken.

Wie wirkt sich die Umwelt auf unser Gehirn aus?

Ob unsere Möbel rund oder eckig sind, ob wir im Wald spazieren gehen oder in der Stadt – die Umwelt, in der wir uns bewegen, beeinflusst unser Gehirn. Was das bedeutet und wie das erforscht wird, erzählt die Psychologin Simone Kühn in der ersten Folge der neuen Podcast-Serie „Ach, Mensch!“. Sie leitet die Lise-Meitner-Gruppe „Umweltneurowissenschaften“ und möchte herausfinden, welche Lebenswelten sich positiv auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden auswirken.

Die Digitalisierung verändert die Rahmenbedingungen der demokratischen Öffentlichkeit. Einerseits bietet sie Bürger*innen mehr Beteiligungschancen und erleichtert den Zugang zu Informationen. Andererseits wirken Falschinformation, Manipulation und Hassrede fairen und tatsachenbasierten politischen Debatten entgegen. Vor welchen Herausforderungen wir aktuell stehen und was die wissenschaftliche Expertenkommission empfiehlt, lesen Sie hier.

Leopoldina-Stellungnahme zu Digitalisierung und Demokratie

Die Digitalisierung verändert die Rahmenbedingungen der demokratischen Öffentlichkeit. Einerseits bietet sie Bürger*innen mehr Beteiligungschancen und erleichtert den Zugang zu Informationen. Andererseits wirken Falschinformation, Manipulation und Hassrede fairen und tatsachenbasierten politischen Debatten entgegen. Vor welchen Herausforderungen wir aktuell stehen und was die wissenschaftliche Expertenkommission empfiehlt, lesen Sie hier.

Entgegen der landläufigen Meinung zeigt eine neue Studie des EU-Konsortiums „Lifebrain“, dass mehr Bildung die Alterung des Gehirns nicht verlangsamt. Wissenschaftler*innen aus acht Ländern maßen das Hirnvolumen von mehr als 2.000 Studienteilnehmenden mithilfe der strukturellen Magnetresonanztomographie. Die Studie, an der auch Wissenschaftler*innen des MPIB beteiligt waren, wurde in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht.

Bildung hat keinen Einfluss auf die Alterung des Gehirns

Entgegen der landläufigen Meinung zeigt eine neue Studie des EU-Konsortiums „Lifebrain“, dass mehr Bildung die Alterung des Gehirns nicht verlangsamt. Wissenschaftler*innen aus acht Ländern maßen das Hirnvolumen von mehr als 2.000 Studienteilnehmenden mithilfe der strukturellen Magnetresonanztomographie. Die Studie, an der auch Wissenschaftler*innen des MPIB beteiligt waren, wurde in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht.

Es ist uns vielleicht nicht immer bewusst, aber wir alle praktizieren gewolltes Nichtwissen. Das heißt, wir entscheiden uns bewusst dafür, Informationen weder zu suchen, noch zu nutzen. Das gilt für Einzelpersonen ebenso wie für Organisationen, die Wohlfahrtsökonomie oder die Rechtswissenschaften. Doch wo genau spielt gewolltes Nichtwissen eine Rolle? Und wann ist es ein Segen, wann ein Fluch? In unserem Schwerpunktthema beleuchten wir Beispiele und zeigen mögliche Auswirkungen auf.

Gewolltes Nichtwissen oder wann wir uns entscheiden (sollten), nichts zu wissen

Es ist uns vielleicht nicht immer bewusst, aber wir alle praktizieren gewolltes Nichtwissen. Das heißt, wir entscheiden uns bewusst dafür, Informationen weder zu suchen, noch zu nutzen. Das gilt für Einzelpersonen ebenso wie für Organisationen, die Wohlfahrtsökonomie oder die Rechtswissenschaften. Doch wo genau spielt gewolltes Nichtwissen eine Rolle? Und wann ist es ein Segen, wann ein Fluch? In unserem Schwerpunktthema beleuchten wir Beispiele und zeigen mögliche Auswirkungen auf.

Einige Pflanzen verfügen über Gifte, die uns krankmachen oder gar töten können. Daher ist aus evolutionärer Sicht eine Scheu vor Pflanzen gerade im Baby- und Kleinkindalter sinnvoll. Forschungsgruppenleiterin Annie Wertz untersucht, welche Verhaltensweisen Kinder vor gefährlichen Pflanzen schützen und wie sie von Erwachsenen lernen, was aus der Natur gut und essbar ist. Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen MaxPlanckForschung.

Vorsicht, giftiges Grün!

Einige Pflanzen verfügen über Gifte, die uns krankmachen oder gar töten können. Daher ist aus evolutionärer Sicht eine Scheu vor Pflanzen gerade im Baby- und Kleinkindalter sinnvoll. Forschungsgruppenleiterin Annie Wertz untersucht, welche Verhaltensweisen Kinder vor gefährlichen Pflanzen schützen und wie sie von Erwachsenen lernen, was aus der Natur gut und essbar ist. Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen MaxPlanckForschung.

Die Art zu fühlen und mit Gefühlen umzugehen ist weder angeboren noch bei jedem gleich. Erst indem sich Kinder und Jugendliche mit ihrer sozialen und kulturellen Umgebung auseinandersetzen, lernen sie, wie und was man fühlen darf und wie man diese Gefühle ausdrücken kann. Zwölf Autor*innen um Ute Frevert zeigen, dass sich Gefühle und Vorstellungen vom "richtigen Fühlen" in den vergangenen 150 Jahren stark gewandelt haben.

Wie Kinder fühlen lernten – Kinderliteratur und Erziehungsratgeber 1870-1970

Die Art zu fühlen und mit Gefühlen umzugehen ist weder angeboren noch bei jedem gleich. Erst indem sich Kinder und Jugendliche mit ihrer sozialen und kulturellen Umgebung auseinandersetzen, lernen sie, wie und was man fühlen darf und wie man diese Gefühle ausdrücken kann. Zwölf Autor*innen um Ute Frevert zeigen, dass sich Gefühle und Vorstellungen vom "richtigen Fühlen" in den vergangenen 150 Jahren stark gewandelt haben.




Das Institut

Unsere Forschung

Am Institut dreht sich alles um die menschliche Entwicklung und um Bildungsprozesse. Wissenschaftler*innen unterschiedlicher Fachrichtungen – wie beispielsweise der Psychologie, Soziologie, Geschichtswissenschaft, Computer- und Informationswissenschaft oder Ökonomie – arbeiten in interdisziplinären Projekten zusammen. Einen Überblick über alle Bereiche und Gruppen finden Sie hier.

Unsere Mitarbeiter*innen

Suchen Sie einen bestimmten Kontakt? Am MPI für Bildungsforschung arbeiten etwa 350 Mitarbeiter*innen aus über 30 Ländern. Das Institut gliedert sich in vier Forschungs­bereiche, drei Nachwuchs­forschungsgruppen, eine Emmy Noether-Gruppe und eine Lise-Meitner-Forschungsgruppe. Dazu kommen Mitarbeiter*innen aus den Servicebereichen. Hier finden Sie die Kontaktdaten aller Mitarbeiter*innen.

Studienteilnahme

Haben Sie Interesse, an einer Studie selbst teilzunehmen? Wir suchen ständig Männer, Frauen und Kinder unterschiedlichen Alters, die an psychologischen oder neurowissenschaftlichen Studien teilnehmen möchten. Hier erfahren Sie, für welche aktuellen Projekte gerade Proband*innen gesucht werden, welche Voraussetzungen Sie mitbringen müssen und welche Studienmethoden genutzt werden.

Highlights aus der Forschung


Aktuelles

Pressemeldungen

Wann empfinden wir ein Geschäft als moralisch verwerflich?

22. Juli 2021

Viele Menschen finden es moralisch unzulässig, Nieren, Kinder oder Doktortitel auf dem freien Markt zu verkaufen. Doch ...

Ein Spaziergang fürs Gehirn

15. Juli 2021

Wer regelmäßig an der frischen Luft ist, tut seinem Gehirn und seinem Wohlbefinden etwas Gutes. Zu diesem Ergebnis ...

Bildung hat keinen Einfluss auf die Alterung des Gehirns

5. Mai 2021

Entgegen der landläufigen Meinung zeigt eine neue Studie des EU-Konsortiums „Lifebrain“, dass mehr Bildung die ...

Chancengleichheit

Wir setzten uns für Chancengleichheit von Männern und Frauen ein. Dies betrifft sowohl personelle als auch organisatorische Maßnahmen mit Blick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Karriereförderung. Mit unseren Angeboten wollen wir ein wertschätzendes und offenes Klima schaffen, das exzellentes Arbeiten unterstützt und fördert.

Doktorandenprogramme

Wir bieten für Nachwuchs­wissenschaftler*innen vor der Promotion verschiedene Möglichkeiten der Förderung.
Zur Redakteursansicht