Ob unsere Möbel rund oder eckig sind, ob wir im Wald spazieren gehen oder in der Stadt – die Umwelt, in der wir uns bewegen, beeinflusst unser Gehirn. Was das bedeutet und wie das erforscht wird, erzählt die Psychologin Simone Kühn in der ersten Folge der neuen Podcast-Serie „Ach, Mensch!“. Sie leitet die Lise-Meitner-Gruppe „Umweltneurowissenschaften“ und möchte herausfinden, welche Lebenswelten sich positiv auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden auswirken.

Wie wirkt sich die Umwelt auf unser Gehirn aus?

Ob unsere Möbel rund oder eckig sind, ob wir im Wald spazieren gehen oder in der Stadt – die Umwelt, in der wir uns bewegen, beeinflusst unser Gehirn. Was das bedeutet und wie das erforscht wird, erzählt die Psychologin Simone Kühn in der ersten Folge der neuen Podcast-Serie „Ach, Mensch!“. Sie leitet die Lise-Meitner-Gruppe „Umweltneurowissenschaften“ und möchte herausfinden, welche Lebenswelten sich positiv auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden auswirken.

Es ist uns vielleicht nicht immer bewusst, aber wir alle praktizieren gewolltes Nichtwissen. Das heißt, wir entscheiden uns bewusst dafür, Informationen weder zu suchen, noch zu nutzen. Das gilt für Einzelpersonen ebenso wie für Organisationen, die Wohlfahrtsökonomie oder die Rechtswissenschaften. Doch wo genau spielt gewolltes Nichtwissen eine Rolle? Und wann ist es ein Segen, wann ein Fluch? In unserem Schwerpunktthema beleuchten wir Beispiele und zeigen mögliche Auswirkungen auf.

Gewolltes Nichtwissen oder wann wir uns entscheiden (sollten), nichts zu wissen

Es ist uns vielleicht nicht immer bewusst, aber wir alle praktizieren gewolltes Nichtwissen. Das heißt, wir entscheiden uns bewusst dafür, Informationen weder zu suchen, noch zu nutzen. Das gilt für Einzelpersonen ebenso wie für Organisationen, die Wohlfahrtsökonomie oder die Rechtswissenschaften. Doch wo genau spielt gewolltes Nichtwissen eine Rolle? Und wann ist es ein Segen, wann ein Fluch? In unserem Schwerpunktthema beleuchten wir Beispiele und zeigen mögliche Auswirkungen auf.

Entgegen der landläufigen Meinung zeigt eine neue Studie des EU-Konsortiums „Lifebrain“, dass mehr Bildung die Alterung des Gehirns nicht verlangsamt. Wissenschaftler*innen aus acht Ländern maßen das Hirnvolumen von mehr als 2.000 Studienteilnehmenden mithilfe der strukturellen Magnetresonanztomographie. Die Studie, an der auch Wissenschaftler*innen des MPIB beteiligt waren, wurde in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht.

Bildung hat keinen Einfluss auf die Alterung des Gehirns

Entgegen der landläufigen Meinung zeigt eine neue Studie des EU-Konsortiums „Lifebrain“, dass mehr Bildung die Alterung des Gehirns nicht verlangsamt. Wissenschaftler*innen aus acht Ländern maßen das Hirnvolumen von mehr als 2.000 Studienteilnehmenden mithilfe der strukturellen Magnetresonanztomographie. Die Studie, an der auch Wissenschaftler*innen des MPIB beteiligt waren, wurde in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht.

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind Gegenstand politisch aufgeladener Diskussionen und polarisieren Bevölkerungsgruppen. Doch wie wirken sich Politisierung und soziale Mobilmachung auf das Infektionsgeschehen aus? Diese Frage haben Forscher des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung am Beispiel der USA untersucht. Die Ergebnisse wurden im Journal Applied Network Science veröffentlicht.

Polarisierung und Mobilisierung in sozialen Medien wirken sich auf Infektionszahlen aus

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind Gegenstand politisch aufgeladener Diskussionen und polarisieren Bevölkerungsgruppen. Doch wie wirken sich Politisierung und soziale Mobilmachung auf das Infektionsgeschehen aus? Diese Frage haben Forscher des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung am Beispiel der USA untersucht. Die Ergebnisse wurden im Journal Applied Network Science veröffentlicht.

Menschliche Entscheidungsfindung basiert auf der flexiblen Verarbeitung komplexer Informationen. Wie das Gehirn die Verarbeitung komplexer Reize an momentane Aufgabenanforderungen anpasst, war bisher jedoch unklar. Eine Studie zeigt nun, dass neuronale Netzwerke sich schnell und flexibel von einem rhythmischen Zustand in einen Zustand des Rauschens verschieben, sobald die Welt um uns herum komplexere Anforderungen offenbart.

Wie kann das Gehirn flexibel mit komplexen Informationen umgehen?

Menschliche Entscheidungsfindung basiert auf der flexiblen Verarbeitung komplexer Informationen. Wie das Gehirn die Verarbeitung komplexer Reize an momentane Aufgabenanforderungen anpasst, war bisher jedoch unklar. Eine Studie zeigt nun, dass neuronale Netzwerke sich schnell und flexibel von einem rhythmischen Zustand in einen Zustand des Rauschens verschieben, sobald die Welt um uns herum komplexere Anforderungen offenbart.

Einige Pflanzen verfügen über Gifte, die uns krankmachen oder gar töten können. Daher ist aus evolutionärer Sicht eine Scheu vor Pflanzen gerade im Baby- und Kleinkindalter sinnvoll. Forschungsgruppenleiterin Annie Wertz untersucht, welche Verhaltensweisen Kinder vor gefährlichen Pflanzen schützen und wie sie von Erwachsenen lernen, was aus der Natur gut und essbar ist. Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen MaxPlanckForschung.

Vorsicht, giftiges Grün!

Einige Pflanzen verfügen über Gifte, die uns krankmachen oder gar töten können. Daher ist aus evolutionärer Sicht eine Scheu vor Pflanzen gerade im Baby- und Kleinkindalter sinnvoll. Forschungsgruppenleiterin Annie Wertz untersucht, welche Verhaltensweisen Kinder vor gefährlichen Pflanzen schützen und wie sie von Erwachsenen lernen, was aus der Natur gut und essbar ist. Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen MaxPlanckForschung.

Die neuronale Aktivität des Gehirns ist unregelmäßig und ändert sich von einem Moment zum nächsten. Bisher wurde angenommen, dass dieses scheinbare „Rauschen“ auf zufällige natürliche Schwankungen oder Messfehler zurückzuführen ist. Wissenschaftler haben jedoch gezeigt, dass diese neuronale Variabilität einen einzigartigen Einblick in die Funktionsweise des Gehirns eröffnen kann.

Wie das „Rauschen“ im Gehirn unser Verhalten beeinflusst

Die neuronale Aktivität des Gehirns ist unregelmäßig und ändert sich von einem Moment zum nächsten. Bisher wurde angenommen, dass dieses scheinbare „Rauschen“ auf zufällige natürliche Schwankungen oder Messfehler zurückzuführen ist. Wissenschaftler haben jedoch gezeigt, dass diese neuronale Variabilität einen einzigartigen Einblick in die Funktionsweise des Gehirns eröffnen kann.

Die Online-Welt funktioniert weitgehend nach der Logik der Aufmerksamkeitsökonomie. Die kostbarste Währung ist unsere Aufmerksamkeit, die nicht nur erlangt, sondern auch gesteuert werden soll. Doch was können Nutzer*innen tun, um mit diesen Herausforderungen umzugehen und wie könnte die Online-Welt besser gestaltet werden? Mit diesen Fragen beschäftigen sich Forscher*innen aus verhaltenswissenschaftlicher Perspektive.

Mensch versus Internet: Was können wir tun, um uns vor Manipulation, Fake News und Co. zu schützen?

Die Online-Welt funktioniert weitgehend nach der Logik der Aufmerksamkeitsökonomie. Die kostbarste Währung ist unsere Aufmerksamkeit, die nicht nur erlangt, sondern auch gesteuert werden soll. Doch was können Nutzer*innen tun, um mit diesen Herausforderungen umzugehen und wie könnte die Online-Welt besser gestaltet werden? Mit diesen Fragen beschäftigen sich Forscher*innen aus verhaltenswissenschaftlicher Perspektive.

Mit neuen Liedern legte die DDR ihren Kindern und Jugendlichen die Hoffnung auf eine bessere sozialistische Zukunft in den Mund und wollte sie auf emotionaler Ebene den „Hausherren von Morgen“ einschreiben. Die DDR als „modernes Zeitregime“ gedacht, erzählt Juliane Brauer die Geschichte einer versprochenen Zukunft und der Folgen ihrer Nichteinlösung. Denn anfängliche Fortschrittsgläubigkeit wurde abgelöst von Misstrauen und Enttäuschung über eine Jugend, die ihre eigenen Träume hatte.

Zeitgefühle - Wie die DDR ihre Zukunft besang. Eine Emotionsgeschichte.

Mit neuen Liedern legte die DDR ihren Kindern und Jugendlichen die Hoffnung auf eine bessere sozialistische Zukunft in den Mund und wollte sie auf emotionaler Ebene den „Hausherren von Morgen“ einschreiben. Die DDR als „modernes Zeitregime“ gedacht, erzählt Juliane Brauer die Geschichte einer versprochenen Zukunft und der Folgen ihrer Nichteinlösung. Denn anfängliche Fortschrittsgläubigkeit wurde abgelöst von Misstrauen und Enttäuschung über eine Jugend, die ihre eigenen Träume hatte.




Das Institut

Unsere Forschung

Am Institut dreht sich alles um die menschliche Entwicklung und um Bildungsprozesse. Wissenschaftler*innen unterschiedlicher Fachrichtungen – wie beispielsweise der Psychologie, Soziologie, Geschichtswissenschaft, Computer- und Informationswissenschaft oder Ökonomie – arbeiten in interdisziplinären Projekten zusammen. Einen Überblick über alle Bereiche und Gruppen finden Sie hier.

Unsere Mitarbeiter*innen

Suchen Sie einen bestimmten Kontakt? Am MPI für Bildungsforschung arbeiten etwa 350 Mitarbeiter*innen aus über 30 Ländern. Das Institut gliedert sich in vier Forschungs­bereiche, drei Nachwuchs­forschungsgruppen, eine Emmy Noether-Gruppe und eine Lise-Meitner-Forschungsgruppe. Dazu kommen Mitarbeiter*innen aus den Servicebereichen. Hier finden Sie die Kontaktdaten aller Mitarbeiter*innen.

Studienteilnahme

Haben Sie Interesse, an einer Studie selbst teilzunehmen? Wir suchen ständig Männer, Frauen und Kinder unterschiedlichen Alters, die an psychologischen oder neurowissenschaftlichen Studien teilnehmen möchten. Hier erfahren Sie, für welche aktuellen Projekte gerade Proband*innen gesucht werden, welche Voraussetzungen Sie mitbringen müssen und welche Studienmethoden genutzt werden.

Highlights aus der Forschung


Aktuelles

Pressemeldungen

Bildung hat keinen Einfluss auf die Alterung des Gehirns

5. Mai 2021

Entgegen der landläufigen Meinung zeigt eine neue Studie des EU-Konsortiums „Lifebrain“, dass mehr Bildung die ...

Polarisierung und Mobilisierung in sozialen Medien wirken sich auf Infektionszahlen aus

4. Mai 2021

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind Gegenstand politisch aufgeladener Diskussionen und polarisieren ...

Wie kann das Gehirn flexibel mit komplexen Informationen umgehen?

29. April 2021

Menschliche Entscheidungsfindung basiert auf der flexiblen Verarbeitung komplexer Informationen. Wie das Gehirn die ...

Karriere

Chancengleichheit

Wir setzten uns für Chancengleichheit von Männern und Frauen ein. Dies betrifft sowohl personelle als auch organisatorische Maßnahmen mit Blick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Karriereförderung. Mit unseren Angeboten wollen wir ein wertschätzendes und offenes Klima schaffen, das exzellentes Arbeiten unterstützt und fördert.

Doktorandenprogramme

Wir bieten für Nachwuchs­wissenschaftler*innen vor der Promotion verschiedene Möglichkeiten der Förderung.
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