Max Planck Sabbatical Award

Die Gerontologin Mara Mather wurde 2018 mit einem Max Planck Sabbatical Award ausgezeichnet. Mit diesem von der Max Planck Gesellschaft ausgerufenen Award wird erfahrenen Forscherinnen und Forschern aus dem Ausland ein Forschungsaufenthalt an einem Max-Planck-Institut ermöglich.

Mara Mather erforscht die neurowissenschaftlichen Grundlagen des Alterns mit einem Fokus auf Affekt und Kognition. Sie untersucht in erster Linie, wie sich altersassoziierte Veränderungen der Hirnfunktion und -struktur auf die Kognition und Emotionen auswirken. Insbesondere haben ihre Studien aufgeklärt, welche Hirnmechanismen dafür sorgen, dass „Arousal“ (oder Wachheit) die Aufmerksamkeit selektiver macht, und wie sich diese Prozesse im Verlauf des Alterns verändern. Der Locus coeruleus, eine kleine Region im Hirnstamm, spielt bei der Fokussierung von Aufmerksamkeit bei Arousal eine Schlüsselrolle. Der Locus coeruleus ist einer der ersten Orte hirnpathologischer Veränderungen im Zusammenhang mit der Alzheimer Demenz. Wegen seines kleinen Umfangs ist es aber schwierig, ihn im lebenden Menschen zu untersuchen. Technische Fortschritte machen es nun möglich, diese Hirnregion im Magnetresonanztomographen (MRT) zu lokalisieren. Mara Mather arbeitet mit MPIB-Wissenschaftler*innen des Forschungsbereichs Entwicklungspsychologie an Projekten zur Untersuchung der Rolle altersassoziierter Veränderungen im Arousalsystem des Locus coeruleus im Zusammenhang mit altersbedingten Veränderungen der Kognition.

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