Hippocampal Circuit and Code for Cognition Lab (HCCCL)

Max-Planck-Partnergruppe

Die Partnergruppe  „Hippocampal Circuit and Code for Cognition Lab“ (HCCCL) arbeitet daran, ein besseres Verständnis davon zu erlangen, wie der dem Gedächtnis zugrundeliegende neuronale Code durch reifungs- und alterungsbedingte Prozesse in der Kindheit und im Alter beeinflusst wird.

Zielsetzung der Wissenschaftler*innen ist es, (1) Netzwerkveränderungen innerhalb des menschlichen Hippocampus, einem für das Gedächtnis entscheidenden Hirnareal, zu charakterisieren und (2) Veränderungen in der Gedächtnisleistung zu identifizieren, die mit diesen Netzwerkveränderungen einhergehen. Dafür nutzen die Wissenschaftler*innen hauptsächlich Längsschnittstudien, in denen Verhaltenstests und Magnetresonanztomographie-Verfahren eingesetzt werden.

Die Partnergruppe hat ihre Arbeit am 1. Februar 2021 am Institut aufgenommen und wird dort bis zum 31. Januar 2026 tätig sein. Die Gruppe wird geleitet von Attila Keresztes, Wissenschaftler am Brain Imaging Centre des Research Centre for Natural Sciences in Budapest. Er kooperiert eng mit verschiedenen Projektbereichen des Forschungsbereichs Entwicklungspsychologie.

Partnergruppen der Max-Planck-Gesellschaft

Mit der Einrichtung von Partnergruppen unterstützt die Max-Planck-Gesellschaft die internationale Weiterführung von Kooperationen zwischen Wissenschaftler*innen weltweit. Voraussetzung hierfür ist, dass exzellente Nachwuchsforschende im Anschluss an einen Forschungsaufenthalt an einem Max-Planck-Institut an ein leistungsfähiges und angemessen ausgestattetes Labor in ihrem Herkunftsland zurückkehren und an einem Thema weiterarbeiten, das auch im Interesse des vorher gastgebenden Max-Planck-Instituts liegt.

Die Partnergruppen werden für einen Zeitraum von fünf Jahren eingerichtet.

Biografie

Attila Keresztes gründete 2018 das Hippocampal Circuit and Code for Cognition Lab am Research Centre for Natural Sciences in Budapest. Zuvor arbeitete er ab 2014 im Forschungsbereich Entwicklungspsychologie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung. Dort forschte er unter der Leitung von Markus Werkle-Bergner, Yee Lee Shing und Myriam Sander in der Gruppe „Kognitive und neuronale Dynamik von Gedächtnisprozessen über die Lebensspanne (ConMem)“. Er studierte experimentelle Psychologie an der Eötvös-Loránd-Universität in Budapest und promovierte 2014 unter der Leitung von Dr. Mihály Racsmány in Psychologie und kognitiver Neurowissenschaft an der Fakultät für Kognitionswissenschaften der Technischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Universität Budapest.

Kooperationen mit Projektgruppen des Forschungsbereichs Entwicklungspsychologie

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