Adaptive Rationalität

Bei fast jeder Entscheidung, die wir treffen, springen wir ins Ungewisse. Ob bei der Wahl des Berufs oder der Wohnung, bei Entscheidungen über Nachwuchs oder unsere finanzielle Situation im Ruhestand, für wen wir unsere Stimme abgeben oder welcher medizinischen Behandlung wir uns unterziehen – wir stützen unsere Entscheidungen auf Vorhersagen darüber, was die Zukunft bringen mag. Oft wissen wir aber nicht, welche Folgen unser Handeln haben könnte, wie wahrscheinlich diese Folgen sind oder wann sie eintreten werden – geschweige denn, welche Auswirkungen sie auf uns und unsere Nächsten haben werden. Trotz dieser Unsicherheiten sind Menschen meist ziemlich gut darin, einen Weg durchs Unbekannte zu finden. Wie schaffen sie das?

Ziel der Psycholog*innen, Informatiker*innen, Biolog*innen, Neurowissenschaftler*innen, Philosoph*innen und Physiker*innen unserer Forschungsgruppe ist es, jene kognitiven Werkzeuge zu beschreiben, die sich in dem adaptiven Werkzeugkasten unseres Gehirns befinden und mit deren Hilfe wir ins Ungewisse springen. Und sollte der Sprung nicht gelingen, entwickeln und testen wir neue Werkzeuge, die in Zukunft bessere Entscheidungen in einer komplexen und sich ständig verändernden Welt möglich machen.

  

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