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Belohnungsbasierte Entscheidungsfindung

Eine wichtige Variable in Entscheidungsprozessen sind die Belohnungen, die mit den zur Wahl stehenden Optionen verknüpft sind. Wir untersuchen derzeit den Einfluss von Hinweisen oder Ratschlägen auf die Verarbeitung von Belohnungen in einer Kartenspielaufgabe. In der Kartenspielaufgabe wählen Versuchspersonen wiederholt Karten von verschiedenen Kartenstapeln aus und erhalten für das Ziehen einer Karte jeweils eine monetäre Auszahlung oder einen Abzug. Die Modellierung von Verhaltensdaten mit mathematischen Lernmodellen legt nahe, dass Personen Auszahlungen von einem Stapel, der ihnen angeraten wurde, als positiver bewerten, als die gleiche Auszahlung von einem anderen, nicht angeratenen Kartenstapel. Eine mögliche Interpretation ist, dass das Befolgen von Ratschlägen intrinsisch belohnend ist.

Aktuell untersuchen wir mittels fMRT, wie die Ergebnisse von Kartenwahlen auf neuronaler Ebene verarbeitet werden. Aufbauend auf vorangegangener Forschung zur Belohnungsrepräsentation testen wir, ob Personen sich auch belohnt fühlen, wenn das Ziehen von einem angeratenem Stapel zu einem Abzug von Geld führt. Weiter wird geprüft, ob belohnungssensitive Regionen differenziell auf die gleiche monetäre Auszahlung reagieren, wenn sie von angeratenen oder nicht angeratenen Kartenstapeln stammen.

Projektmitarbeiter

Hauke Heekeren
Guido Biele

Weiterführende Literatur

Heekeren, H. R., Wartenburger, I., Mell, T., Marschner, A., Villringer, A., & Reischies, F. M. (2007). Role of ventral striatum during reward based decision-making. NeuroReport, 18, 951-955.

Marschner, A., Mell, T., Wartenburger, I., Villringer, A., Reischies, F. M., & Heekeren, H. R. (2005). Reward-based decision-making and aging. Brain Research Bulletin, 67, 382-390.

Mell, T., Heekeren, H. R., Marschner, A., Wartenburger, I., Villringer, A., & Reischies, F. M. (2005). Effect of aging on stimulus-reward association learning. Neuropsychologia, 43, 554-563.