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Schulische Bedingungsfaktoren für die Entwicklung der Lesekompetenz

Die Studie "Schulische Bedingungsfaktoren für die Entwicklung der Lesekompetenz" soll durch die Analyse des Zusammenhangs von Lehrerkompetenz, Unterrichtsqualität und Schülerleistungsentwicklung Anhaltspunkte darüber liefern, unter welchen Bedingungen sich Lese- und Sprachkompetenz in der Grundschule optimal entwickeln und positiv beeinflusst werden können. Die Studie wird somit einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Qualität von Schule und Unterricht leisten. Von der Studie werden wissenschaftliche Impulse für die Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften, für die Inhalte von Lehrplänen, für die Gestaltung von Unterrichtsmaterialien und für die Ausrichtung schulischer Rahmenbedingungen ausgehen.

Hintergrund des Projekts

Nachdem die Schüler den Prozess des Lesenlernens abgeschlossen haben, müssen sie das Lesen in immer komplexeren Aufgabenstellungen als Lerninstrument einsetzen. Sie müssen in Mathematik Textaufgaben lösen, in den naturwissenschaftlichen Fächern, aber z.B. auch in Geschichte Inhalte von Texten verstehen und wiedergeben können und in Deutsch Lesestoff bewältigen, um eine Diskussion im Unterricht führen zu können.
An die Lehrer werden in diesem Prozess hohe Anforderungen gestellt. Sie müssen einerseits das Lesen im Unterricht als Lernmittel einsetzen und müssen andererseits erkennen können, wie gut der einzelne Schüler im Lesen ist, um bei Schwächen mit den richtigen Methoden gezielt fördern zu können.

Professioneller Dialog mit den Lehrkräften: Der Lehrerfragebogen

Für diese Studie wird zurzeit ein Fragebogen für Lehrkräfte entwickelt, der Aufgaben zum Wissen über die Vermittlung, Diagnose und Förderung der Lesekompetenz umfasst. Dieser Fragebogen umfasst bisher folgende inhaltliche Bereiche:

  • Bereich 1: Wissen über Leseprozesse, Kenntnis von Fachbegriffen
  • Bereich 2: Wissen über Texte (Textmerkmale, Textsorten/Textgenres), Kenntnis von Autoren und Büchern
  • Bereich 3: Wissen über zentrale Fähigkeiten/Voraussetzungen der Lese- und Verstehensprozesse
  • Bereich 4: Diagnostik Aufgabenanforderungen und Aufgabenschwierigkeit
  • Bereich 5: Wissen über spezifische Schülergruppen
  • Bereich 6: Wissen über Instruktionsprozesse, Vermittlungssituationen und gezielte Förderung

 

Aktuell werden weitere Abschnitte zu den folgenden Themen entwickelt:

  • Lesemotivation
  • Umgang mit Bilingualität und DaZ
  • Lesebezogene Metakognition
  • Integration von Texten und Visualisierungen beim Lesen
  • Fachwissen

Team

Jürgen Baumert
Axinja Hachfeld
Nele McElvany