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Beendete Forschungsbereiche

Der Forschungsbereich Erziehungswissenschaft und Bildungssysteme (Direktor: Jürgen Baumert) untersuchte bis Juni 2010 individuelle Entwicklungs- und Lernprozesse unter einer institutionellen Perspektive. Arbeitsschwerpunkte waren: (1) Internationale Leistungsvergleiche (zuletzt PISA), (2) längsschnittliche Analysen von Lernprozessen und Bildungsverläufen (BIJU), (3) der Übergang von der Schule in den Beruf und (4) experimentelle Studien zu kognitiven Werkzeugen, die das Lernen erleichtern (ENTERPRISE).

Im Forschungsbereich Bildung, Arbeit und gesellschaftliche Entwicklung (Direktor: Karl Ulrich Mayer; beendet seit 30. Juni 2005) standen die Beziehungen zwischen Familie, Bildungswesen und Arbeitsmarkt im Mittelpunkt. Die Untersuchungen hatten drei Schwerpunkte: (1) Sozialstruktur des Lebensverlaufs, (2) die Beziehungen zwischen Familie, Bildungswesen und Berufsstruktur als Mechanismen sozialer Ungleichheit, (3) internationale Vergleiche von Wohlfahrtsstaaten und Lebensverlaufsregimes.

Der Forschungsbereich Entwicklung und Sozialisation (Direktor Wolfgang Edelstein; beendet seit 1997) beschäftigte sich mit der Entwicklung und dem sozialen und individuellen Entwicklungsbedingungen der Handlungs- und Interaktionskompetenz. Im Zentrum des Interesses stand die Entwicklung kognitiver, sozialer und moralischer Kompetenzen sowie der Interaktionskompetenz im Kontext zunehmender sozialer Ungleichheit im Prozess der Modernisierung.

Beendete Forschungsgruppen

Die Max-Planck-Forschungsgruppe Gefühlte Gemeinschaften? Emotionen im Musikleben Europas (Leiter: Sven Oliver Müller) untersuchte bis Herbst 2015 die historische Entwicklung der von Musik ausgelösten Emotionen im 19. und 20. Jahrhundert. Im Fokus der Untersuchungen standen Emotionen als öffentliche Form der Kommunikation. Ziel dieses Ansatzes war es, die Rolle der Musik für die  emotionale Konstruktion von Gemeinschaften zu entschlüsseln.

Die Heisenberg-Forschungsgruppe Sozioemotionale Entwicklung und Gesundheit im Lebensverlauf (Leiterin: Michaela Riediger) untersuchte, ob und warum sich Personen unterschiedlichen Alters in sozialen und emotionalen Erfahrungen und Kompetenzen unterscheiden und in welchem Zusammenhang diese Prozesse zur gesundheitlichen Entwicklung stehen. Die Gruppe war Teil einer Kooperation mit der Freien Universität Berlin und wurde unter anderem durch das Focus Area DynAge und die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert. Bei ihrer Arbeit kombinierte die Gruppe die Methode des Mobiltelefon-basierten „Experience Sampling“ mit psychophysiologischen Messungen und experimentellen Paradigmen.

Die Max-Planck-Forschungsgruppe "Affekt im Lebensverlauf" (Leiterin: Michaela Riediger) untersuchte bis Ende 2014 die Unterschiede im emotionalen Erleben und in emotionalen Kompetenzen von der Jugend bis ins hohe Alter. Im Fokus standen unter anderem folgende Fragen: Verändert sich emotionales Erleben von der Jugend bis ins hohe Lebensalter? Unterscheiden sich Menschen unterschiedlichen Alters in ihren Fähigkeiten, mit emotionalen Seiten des Lebens umzugehen? Zur Beantwortung dieser Fragen kombinierte die Forschungsgruppe Mobiltelefon-basiertes „Experience Sampling“ mit psychophysiologischen Messungen und experimentellen Paradigmen.  

Die Max-Planck-Forschungsgruppe "Neurokognition der Entscheidungsfindung" (Leiter: Hauke R. Heekeren) untersuchte bis Herbst 2010 Mechanismen der Entscheidungsfindung im menschlichen Gehirn. Genutzt wurde eine Kombination psychophysischer Verfahren, multimodaler struktureller und funktioneller Bildgebung (MRT, MEG, EEG), mathematischer Modellierung sowie pharmakologischer Intervention, um (1) humane Verhaltens- und Bildgebungsdaten und theoretische Modelle, die eine dynamische und quantitative Darstellung dieser Phänomene liefern, explizit zu verbinden, (2) die Interaktion emotionaler und kognitiver Prozesse während sozialer Entscheidungsprozesse zu untersuchen, und (3) den Einfluss von individuellen Unterschieden, von Altersprozessen und von zerebralen Störungen auf diese Funktionen zu untersuchen.

Die Selbstständige Nachwuchsgruppe Ausbildungslosigkeit: Bedingungen und Folgen mangelnder Berufsausbildung (Leiterin: Heike Solga) arbeitete bis Mai 2005 am MPIB. Sie bechäftigte sich mit den Schwerpunktthemen: Warum gibt es und wer sind "Jugendliche ohne Ausbildung"? Und was sind langfristige Konsequenzen von Ausbildungslosigkeit im jungen Erwachsenenalter? Über die Grenzen der Gruppe der "Jugendlichen ohne Ausbildung" hinaus, trugen die Ergebnisse des Projekts zur weiteren Spezifizierung der Bedeutung von Bildung in unserer Gesellschaft und auf dem Arbeitsmarkt und zur Untersuchung des Zusammenhangs von Arbeitsmarkt und anderen Lebensbereichen bei.