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Emotionalität und Religiosität im „New Age“

Das vorliegende Forschungsprojekt nimmt am Beispiel der sogenannten „New-Age-Bewegung“ zwischen Anfang der 1970er und Ende der 1980er Jahre das Wechselverhältnis von Emotionalität und Religiosität nicht als theoretisches Axiom, sondern als historisches Problem in den Blick. Es untersucht, wie ein solches Wechselverhältnis erst mühsam diskursiv vorbereitet und praktisch verwirklicht wurde, bevor es schließlich als selbstverständlich erscheinen konnte. Die ausgeprägte Emotionalisierung religiöser Phänomene innerhalb des „New Age“ wird dabei vor allem im Zusammenhang neuartiger Selbst- und Körpertechniken gesellschaftlich kontextualisiert: Denn die „Entdeckung“ und „Befreiung“ der eigenen Gefühle erforderte zumeist, so der Tenor, langjähriges und intensives Training. 

Das „New Age“ wird vor diesem Hintergrund zu einem vielversprechenden Testfeld einer Geschichte der Gefühle, die Emotionen in erster Linie als erlernbare und übungsbedürftige Praktiken in den Fokus der Forschung rückt.

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