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Geschichte und Gefühl (2012)

Plamper, J. (2012). Geschichte und Gefühl. Grundlagen der Emotionsgeschichte. München: Siedler Verlag.

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Geschichte und Gefühl ist in erster Linie als Einführung in die Emotionsgeschichte gedacht, versteht sich aber auch als Intervention in dem boomenden Forschungsfeld. Die Architektur des Buches wird geprägt vom Gegensatz Sozialkonstruktivismus versus Universalismus, der die Emotionsforschung seit dem 19. Jahrhundert bestimmt. Nach einem Überblick philosophischen und historischen Emotionsdenkens nimmt das Buch die kulturelle Vielfalt des Gefühlsausdrucks und -erlebens, die die ethnologische Feldforschung zutage gefördert hat, in den Blick. Danach wendet es sich dem anderen Pol zu, verkörpert durch die Lebenswissenschaften – von der Physiologie und Psychologie des 19. Jahrhunderts bis hin zur jüngsten affektiven Neurowissenschaft. Im Schlusskapitel eröffnet das Buch Perspektiven auf zukunftsfähige Emotionsgeschichte – auch jenseits der Sozialkonstruktivismus/Universalismus-Dichotomie. Verständlich geschrieben und unterfüttert mit Beispielen aus der Geschichte von der Antike bis zur Gegenwart, warnt Geschichte und Gefühl vor leichtfertigen Anleihen bei den Neurowissenschaften, lehnt aber solche Anleihen nicht grundsätzlich ab und skizziert einige Bereiche, in denen eine Kooperation mit der Geschichtswissenschaft möglich werden könnte.

Buchvorstellung

Max Planck Science Gallery Berlin, 04.02.2013
© Randomhouse

Am 4. Februar 2013 fand die gutbesuchte Buchvorstellung in der Max-Planck-Science Gallery in Berlin statt. Moderatorin war Prof. Dr. Ute Frevert. Gesprächspartner waren der Autor Prof. Dr. Jan Plamper und Prof. Dr. Gerd Gigerenzer (Direktor, MPIB).

Buchtitel

Geschichte und Gefuehl. Jan Plamper | Buchcover