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Flüchtlinge und die Entstehung Emotionaler Gemeinschaften (MPG WiMi-Projekt)

Die Wissenschaftsinitiative Migration der Max-Planck-Gesellschaft unter der Leitung von Professor Dr. Marie-Claire Foblets (Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung, Halle/Saale) und Professor Ayelet Shachar (Max-Planck-Institut für die Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften, Göttingen) ist eine Forschungsinitiative mit einer Laufzeit von 3 Jahren (2017-2020). WissenschaftlerInnen aus sechs Max-Planck Instituten tragen mit ihren Forschungen zu Immigration aus verschiedenen Fachrichtungen (Sozialwissenschaften, Recht, Demografie, Ethnologie und Geschichte) zur gegenwärtigen Debatte über Einwanderung in Deutschland bei. Dieses Gemeinschaftsprojekt fokussiert vor allem auf "Exklusion" als Teil des Inklusion-Exklusions-Kontinuums und unterscheidet sich dadurch wesentlich von den üblichen Forschungsansätzen zum Thema. Gemeinsam soll untersucht werden, wie Einwanderer zwar teilweise integriert aber teilweise auch ausgeschlossen werden (rechtlich, sozial, wirtschaftlich oder gesundheitlich) und wie dies auf vielen Ebenen zu einer Erfahrung des Ausgeschlossenseins führt. Das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung wird zur Wissenschaftsinitiative mit zwei Projekten beitragen, die beide untersuchen, wie Einwanderergruppen aus mit einer kultureller Herkunft die der der Zielgesellschaft "ähnlich" war (Sudetendeutschland nach Deutschland und Pakistan nach Indien),  Ausschlusserfahrungen machten und wie diese Erfahrung die emotionalen Gemeinschaften in Deutschland und Indien nach 1945 bzw. nach 1947 beeinflusste.