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Sensomotorische und kognitive Entwicklung

Im Alltagsleben ist es häufig nötig, Wahrnehmung, Handlung und Denken zu kombinieren, zum Beispiel, wenn man sich eine Einkaufsliste einprägt, während man geht, oder im Bus stehend liest, ohne dabei das Gleichgewicht zu verlieren. In ähnlicher Weise verlangt die erfolgreiche Ausführung von komplexen Bewegungen, etwa das Tragen eines vollen Wasserglases, eine vorausplanende und genau auf die Ziele der Handlung abgestimmte Koordination aller Körperteile.

Unser Projekt untersucht Lebensspannenunterschiede in Interaktionen zwischen sensomotorischen und kognitiven Aspekten von Verhalten sowie in Bewegungsorganisation und -koordination. In jüngerer Zeit konzentriert es sich auf die frühe Entwicklung dieser Fähigkeiten bei Kindern.

Team SensCog | Projekt Sensomotorische und kognitive Entwicklung
© MPI fuer Bildungsforschung

Bewegungslabor

Unser Labor ist zur Messsung von menschlicher Bewegung in hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung mit einem Bewegungserfassungssystem ausgestattet. Dieses System kann auch mit Geräten kombiniert werden, die Bodenreaktionskräfte, Muskelaktivität oder elektrische Hirnaktivität messen. Im Jahr 2013 zog das Labor in größere Räume um. Hier ist es möglich, komplexere Ganzkörperbewegungen zu untersuchen, wie beispielsweise Fortbewegung auf ebener Erde statt auf einem Laufband. Dies ist für Untersuchungen früher motorischer Fähigkeiten besonders wichtig. Weitere Informationen zu unserem Labor können hier gefunden werden.

Neuere Publikationen

Bierbauer, W., Inauen, J., Schaefer, S., Kleemeyer, M., Lüscher, J., König, C., ... Scholz, U. (2017). Health behavior change in older adults: Testing the health action process approach at the inter- and intraindividual level. Applied Psychology: Health and Well-Being. Advance online publication. doi: 10.1111/aphw.12094

Team

Ulman Lindenberger
Julius Verrel (Assoziierter Wissenschaftler)

Whitney Cole
Maike Kleemeyer (Postdoktorandinnen)

Alumni

Sabine Schaefer, Universität des Saarlandes
Michael Schellenbach, Hochschule Ruhr West (HRW)

Frühe motorische Entwicklung

Ist Ihr Kind jünger als zwei Jahre? Unterstützen Sie unsere Forschung zur frühen Bewegungsentwicklung, indem Sie Ihr Kind anmelden, gerne schon ab der Geburt. Im Falle einer Studienteilnahme wird Ihr Aufwand vergütet!

Kontakt: Gabriele Faust
Tel. (030) 82406-263
bewegung [at] mpib-berlin [dot] mpg [dot] de

Literatur

Kleemeyer, M. M., Kühn, S., Prindle, J., Bodammer, N. C., Brechtel, L., Garthe, A., ... Lindenberger, U. (2016). Changes in fitness are associated with changes in hippocampal microstructure and hippocampal volume in older adults. NeuroImage, 131, 155–161. doi: 10.1016/j.neuroimage.2015.11.026

Kleemeyer, M. M., Polk, T. A., Schaefer, S., Bodammer, N. C., Brechtel, L., & Lindenberger, U. (2017). Exercise-induced fitness changes correlate with changes in neural specificity in older adults. Frontiers in Human Neuroscience, 11:123. doi: 10.3389/fnhum. 2017.00123

Schaefer, S., Schellenbach, M., Lindenberger, U., & Woollacott, M. (2015). Walking in high-risk settings: Do older adults still prioritize gait when distracted by a cognitive task? Experimental Brain Research, 233, 79–88. doi: 10.1007/s00221-014-4093-8

Verrel, J., Lisofksy, N., & Kühn, S. (2014). Balancing cognitive control: How observed movements influence motor performance in a task with balance constraints. Acta Psychologica, 150, 129–135. doi: 10.1016/j.actpsy.2014.05.010

Verrel, J., Woollacott, M. H., & Lindenberger, U. (2014). Articulated coordination of the right arm underlies control of bow parameters and quick bow reversals in skilled cello bowing. Frontiers in Psychology, 5:885. doi:10.3389/fpsyg.2014.00885