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Entwicklungspsychologie

Im Jahr 1981 vom verstorbenen Paul B. Baltes gegründet, hat der Forschungsbereich Entwicklungspsychologie am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung dazu beigetragen, dass die Entwicklungspsychologie der Lebensspanne zu einem abgegrenzten konzeptuellen Ansatz innerhalb der Entwicklungspsychologie wurde. Seit 2004 hat der Forschungsbereich sein Programm auf den Bereich der behavioralen Entwicklungsneurowissenschaft ausgedehnt. Die Arbeit am Forschungsbereich ist durch drei Leitlinien geprägt:

  • Untersuchung von Lebensspannenveränderungen im Verhalten als Interaktionen zwischen Reifung, Lernen und Seneszenz;
  • Entwicklung von Theorie und Methodologie der Lebensspannenforschung durch Integration über Funktionsbereiche, Zeitskalen und Analyseebenen;
  • Identifikation von Entwicklungsmechanismen durch Untersuchung altersbezogener Unterschiede in Verhaltensplastizität.

Der Forschungsbereich konzentriert sich weiterhin besonders auf die Phasen des späteren Erwachsenen- und höheren Alters, die einzigartige Innovationsmöglichkeiten — sowohl in der Theorie und der Praxis — bieten. Zugleich hat aber auch die Erforschung der Verhaltensentwicklung in früheren Lebensphasen zugenommen.

Ein Philosoph der Aufklärung: Tetens

Tetens

"Aber der Grundcharakter der Menschheit, die vorzügliche Modifikabilität, und Anlage zur Selbstthätigkeit, sie mag sich wenig oder viel entwickeln, und auch bey den verschiedenen Individuen von verschiedener Größe seyn, gehöret unter die unveränderlichen Kennzeichen der Menscheit, die man allenthalben findet, wo es Menschen giebet."

Johann Nicolaus Tetens (1736-1807), Philosoph der Aufklärung

Projekte des Forschungsbereichs

Die acht Projekte folgen den Leitlinien des Forschungsbereichs und untersuchen verschiedene Facetten menschlicher Entwicklung über die Lebensspanne.

Weitere Informationen sind unter Projekte zu finden.

Auswahl neuer Publikationen

Brod, G., Bunge, S. A., & Shing, Y. L. (in press). Does one year of schooling improve children's cognitive control and alter associated brain activation? Psychological Science.

Kleemeyer, M. M., Polk, T. A., Schaefer, S., Bodammer, N. C., Brechtel, L., & Lindenberger, U. (in press). Exercise-induced fitness changes correlate with changes in neural specificity in older adults. Frontiers in Neuroscience.

Lövdén, M., Bäckman, L., & Lindenberger, U. (2017). The link of intellectual engagement to cognitive and brain aging. In R. Cabeza, L. Nyberg, & D. Park (Eds.), Cognitive neuroscience of aging (2nd ed., pp. 461–484). Oxford: Oxford University Press.

Papenberg, G., Lindenberger, U., & Bäckman, L. (2017). Genetics and cognitive neuroscience of aging. In R. Cabeza, L. Nyberg, & D. Park (Eds.), Cognitive neuroscience of aging (2nd ed., pp. 415–438). Oxford: Oxford University Press.

Wenger, E., Kühn, S., Verrel, J., Mårtensson, J., Bodammer, N. C., Lindenberger, U., & Lövdén, M. (2016). Repeated structural imaging reveals non-linear progression of experience-dependent volume changes in human motor cortex. Cerebral Cortex. Advance online publication. doi: 10.1093/cercor/bhw141

Siehe auch hier.

Max Planck UCL Centre for Computational Psychiatry and Ageing Research

MPS UCL Centre Logo

Kooperation mit University College London (UCL)

Im April 2014 wurde das Max Planck UCL Centre for Computational Psychiatry and Ageing Research eröffnet. Es beruht auf einer Initiative von Wissenschaftlern der Max-Planck-Gesellschaft und des UCL zur Entwicklung und Anwendung von computationalen Methoden, die unser Verständnis von psychischen Krankheiten und Alterung des Verhaltens verändern.

Weitere Informationen

Kontakt

Direktor:
Ulman Lindenberger
Ulman Lindenberger Porträt
seklindenberger [at] mpib-berlin [dot] mpg [dot] de

COGITO-Konferenz 2016

Im Oktober 2016 fand die internationale Konferenz zur COGITO Studie mit dem Titel "The COGITO Study: Looking at 100 Days Ten Years After" statt, zu welcher führende Experten auf dem Gebiet der Verhaltenswissenschaften eingeladen wurden.
Weitere Informationen zu der Konferenz erhalten Sie hier.

LIFE

LIFE ist ein Doktorandenprogramm der Max-Planck-Gesellschaft. Das Forschungsthema ist menschliche Entwicklung über die Lebensspanne.

Weitere Informationen zu LIFE

LIFE Logo

In Memoriam

Paul B. Baltes Porträt

Paul B. Baltes
(1939–2006)

 
 
 
 
 
1980–2004 Direktor des Forschungsbereichs Entwicklungspsychologie

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