Bewegt.

Gefühle im Sport

DDR-Sprinterin Christina Brehmer bein Zieleinlauf der der 4x400-m-Staffel am 31.7.1976, die bei den olympischen Leichtathletik Wettbewerben in Montreal Gold errang.

Sport ist eine emotionale Sache: Die Gefühle von Athlet*innen sind Gegenstand der medialen Berichterstattung, sie gelten als leistungssteigernd oder -behindernd und Sportler*innen aller Professionalisierungsgrade trainieren den Umgang damit, um sie im Wettkampf für sich arbeiten zu lassen. Sport dient darüber hinaus im Alltag vieler Menschen dazu, mit (negativen) Gefühlen umzugehen und sich in bestimmte, als positiv gewertete Stimmungen zu versetzen. Gerade in herausfordernden Zeiten der Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen, aber auch darüber hinaus, waren und sind Aufforderungen, sich zu bewegen und so bei guter Stimmung und (geistiger) Gesundheit zu bleiben, allgegenwärtig.

Wie ist es um das Verhältnis von Sport und Gefühlen bestellt? Wie hat es sich im Verlauf der letzten hundert Jahre entwickelt und gewandelt? Wie machen sich Athlet*innen Gefühle zunutze und welche Rolle nimmt Sport als Mittel des Gefühlsmanagements im Alltag der Menschen ein? Welche Rolle spielt dabei der bewegte Körper der Sportler*innen? – Basierend auf der Analyse historischer Quellen, aber auch auf Interviews mit Sportler*innen und teilnehmenden Beobachtungen erkundet dieses Projekt die Verbindungen von Sport, Emotionen und dem Leben in Gesellschaft. Im Fokus stehen der Breitensport und vor allem Athletinnen, deren Gefühle besonders vielbesprochen waren.

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