Kognitive und neuronale Dynamik von Gedächtnisprozessen über die Lebensspanne (ConMem)

2019 beendetes Projekt des Forschungsbereichs Entwicklungspsychologie

Projektleitung bis 2019: Myriam Sander & Markus Werkle-Bergner

Informationsverarbeitung ist im Gehirn verteilt und erfolgt parallel in kortikalen und subkortikalen Regionen. Mechanismen, die Reifung, Lernen und Seneszenz betreffen, beeinflussen verschiedene Hirnregionen auf multiplen und interagierenden Ebenen, Dimensionen, Zeitskalen und Pfaden. Des Weiteren weisen Verhaltens- und neuronale Befunde darauf hin, dass Gedächtnisfunktionen oszillatorische Interaktionen in einem verteilten Netzwerk u.a. aus präfrontalen (PFC), mediotemporalen (MTL) und parietalen Regionen erfordern. Das übergreifende Ziel dieses Projektes war die Bereitstellung von mechanistischen und prozessorientierten Erklärungen für entwicklungsassoziierte Veränderungen der Gedächtnisfunktion. Wir wollten Kenntnisse über die dynamischen Abhängigkeiten zwischen Struktur und Funktion erlangen, die dem Zusammenspiel zwischen Gedächtnisprozessen und verwandten neuronalen Mechanismen zugrunde liegen.

Symposium im Jahr 2018

Dieses Symposium fand in Budapest statt. Die Teilnehmer*innen waren führende internationale Experten für den Hippocampus und das Gedächtnis über die Lebensspanne und über verschiedene Analyseebenen. Das Ziel des Symposiums war die Erweiterung des Verständnisses der Beiträge des Hippocampusnetzwerks zur Kognition über die Lebensspanne. mehr

Nachfolgeprojekte

Projektleitung: Markus Werkle-Bergner
Das übergreifende Ziel dieses Projektes besteht darin zu verstehen, wie das dynamische Zusammenspiel von Reifung, persönlichen Erfahrungen und Seneszenz plastische Veränderungen auf neuronaler und Verhaltensebene über die Lebensspanne treibt und beeinflusst. mehr
Projektleitung: Myriam C. Sander
Dieses Projekt im Rahmen einer Minerva-Forschungsgruppe verfolgt den Lebenszyklus von Erinnerungen in Geist und Gehirn, um zu verstehen, wie das Altern Gedächtnisrepräsentationen und -leistungen beeinträchtigt. mehr

Ausgewählte Publikationen

Muehlroth, B. E., Sander, M. C., Fandakova, Y., Grandy, T. H., Rasch, B., Shing, Y. L., & Werkle-Bergner, M. (2019). Precise slow oscillation-spindle coupling promotes memory consolidation in younger and older adults. Scientific Reports, 9, Article 1940. https://doi.org/10.1038/s41598-018-36557-z
Keresztes, A., Ngo, C. T., Lindenberger, U., Werkle-Bergner, M., & Newcombe, N. S. (2018). Hippocampal maturation drives memory from generalization to specificity. Trends in Cognitive Sciences, 22(8), 676–686. https://doi.org/10.1016/j.tics.2018.05.004
Karch, J. D., Sander, M. C., von Oertzen, T., Brandmaier, A. M., & Werkle-Bergner, M. (2015). Using within-subject pattern classification to understand lifespan age differences in oscillatory mechanisms of working memory selection and maintenance. NeuroImage, 118, 538–552. https://doi.org/10.1016/j.neuroimage.2015.04.038
Sander, M. C., Lindenberger, U., & Werkle-Bergner, M. (2012). Lifespan age differences in working memory: A two-component framework. Neuroscience & Biobehavioral Reviews, 36(9), 2007–2033. https://doi.org/10.1016/j.neubiorev.2012.06.004
Shing, Y. L., Werkle-Bergner, M., Brehmer, Y., Müller, V., Li, S.-C., & Lindenberger, U. (2010). Episodic memory across the lifespan: The contributions of associative and strategic components. Neuroscience & Biobehavioral Reviews, 34(7), 1080–1091. https://doi.org/10.1016/j.neubiorev.2009.11.002
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