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Plastizität bei Erwachsenen

Brain Concept
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Die riesige Anzahl von Verbindungen zwischen Neuronen kann nicht einfach im genetischen Code festgeschrieben sein, da der Umfang des Netzwerks den des Codes bei weitem übertrifft. Unter anderem hat die Erbsubstanz die wesentliche Aufgabe, die Ausprägungen der verschiedenartigen Nervenzellen mit ihren Neurotransmittern zu kodieren, Gene können aber nicht die genauen Verbindungen zwischen einzelnen Neuronen steuern. Jedes höhere Gehirn muss also als relativ strukturloses, aber extrem flexibles Netzwerk von Zellen beginnen, das die inhärente Fähigkeit hat, sich genau so zu “verdrahten”, dass es sich am besten den einzigartigen Anforderungen seiner individuellen Umwelt anpasst. Hinzu kommt, dass das Gehirn auch im reiferen Zustand, d.h. im Erwachsenenalter, flexibel bleiben und seine Fähigkeit beibehalten muss, bestehende Verbindungen und Strukturen als Reaktion auf neue Umweltbedingungen zu verändern. Diese Fähigkeit des Gehirns, auf Erfahrungsänderungen im Erwachsenenalter zu reagieren, interessiert uns in diesem Projektteil.

Es gibt zunehmende Nachweise von solchen plastischen Änderungen der erwachsenen menschlichen Hirnstruktur. Bisher weiß man relativ wenig über die Mechanismen, die dieser Veränderungen zugrunde liegen, und über ihren zeitlichen Verlauf. In diesem Projekt nutzen wir verschiedene behaviorale Paradigmen, um die Hinweise auf Hirnplastizität zu verdichten. Wir legen dabei einen Schwerpunkt auf den zeitlichen Verlauf von plastischen Veränderungen, wie sie behaviorale Fähigkeitsaneignung begleiten.

Wir beschäftigen uns mit folgenden Themen:

Neuere Publikationen

Cover Trends in Cognitive Science
© Elsevier

Wenger, E., Brozzoli, C., Lindenberger, U., & Lövdén, M. (2017). Expansion and renormalization of human brain structure during skill acquisition. Trends in Cognitive Sciences, 21, 930–939. https://doi.org/ 10.1016/j.tics.2017.09.008

Siehe Pressemitteilung

Team

Elisabeth Wenger
Ulman Lindenberger

Simone Kühn (Assoziierte Wissenschaftlerin)

Oisin Butler (Doktorand)

Ludmila Müller (Forschungskoordinatorin)

Kirsten Becker (Forschungstechnische Assistentin)

Plasticity in Adulthood

Literatur

Brehmer, Y., Kalpouzos, G., Wenger, E., & Lövdén, M. (2014). Plasticity of brain and cognition in older adults. Psychological Research, 78, 790–802. doi: 10.1007/s00426-014-0587-z

Di Benedetto, S., Müller, L., Wenger, E., Düzel, S., & Pawelec, G. (2017). Contribution of neuroinflammation and immunity to brain aging and the mitigating effects of physical and cognitive interventions. Neuroscience & Biobehavioral Reviews, 75, 114–128. doi: 10.1016/ j.neubiorev.2017.01.044

Lövdén, M., Wenger, E., Mårtensson, J., Lindenberger, U., & Bäckman, L. (2013). Structural brain plasticity in adult learning and development. Neuroscience & Biobehavioral Reviews, 37, 2296–2310. doi: 10.1016/ j.neubiorev.2013.02.014

Wenger, E., Kühn, S., Verrel, J., Mårtensson, J., Bodammer, N. C., Lindenberger, U., & Lövdén, M. (2017). Repeated structural imaging reveals non-linear progression of experience-dependent volume changes in human motor cortex. Cerebral Cortex, 27, 2911–2925. doi: 10.1093/cercor/ bhw141

Wenger, E., & Lövdén, M. (2016). The learning hippocampus: Education and experience-dependent plasticity. Mind, Brain, and Education, 10, 171–183. doi: 10.1111/mbe.12112

Wenger, E., & Shing, Y. L. (2016). Episodic memory. In T. Strobach & J. Karbach (Eds.), Cognitive training: An overview of features and applications (pp. 69–80). New York: Springer.

Berliner Altersstudie II

Im Rahmen dieses Projektes wird eine Substichprobe der Berliner Altersstudie II im MRT untersucht, um Daten zur Struktur des Gehirns und altersassoziierten Veränderungen zu erheben.

Ausführliche Informationen zu dieser Studie finden sich auf der BASE-II-Website: www.base2.mpg.de

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