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Neuronale Veränderungen im auditiven Kortex durch musikalische Ausbildung

Hieronymus Bosch | Das Feld hat Augen, der Wald hat Ohren

In diesem Projekt untersuchen wir mögliche Veränderungen des Gehirns durch musikalisches Training. In den letzten Jahren gab es mehr und mehr Hinweise darauf, dass sich die menschliche Gehirnstruktur an ihre jeweiligen Anforderungen anpassen kann. So wurde zum Beispiel gefunden, dass Londoner Taxifahrern mehr graue Substanz in einem Teil des Gehirns haben, der für räumliche Orientierung zuständig ist, als eine Vergleichsgruppe (Maguire et al., 2004, Nature). Gleichwohl wurden schon vor einiger Zeit Musiker als besonders interessantes „Studienobjekt“ entdeckt, da sie extensives Training betreiben (Münte, Altenmüller & Jäncke, 2002, Nature Reviews Neuroscience). Gut identifizierbare, spezifische Gehirnregionen wie der auditive Kortex und auch motorische Regionen bieten dabei optimale Bedingungen zur Untersuchung der sogenannten Gehirnplastizität.

Vorgehensweise

Wir interessieren uns speziell für Unterschiede in zwei Gruppen:

  • Zum einen Musikschüler, die ein Studium der Musik aufnehmen möchten, und deshalb an einem Studienvorbereitungskurs mit intensivem Gehörbildungstraining teilnehmen. Dabei untersuchen wir angehende Tonmeister, Komponisten, Dirigenten, sowie Instrumentalisten.
  • Zum anderen untersuchen wir Musikschüler, die als Hobby Musikunterricht nehmen und kein Studium in Musik anstreben.

Es gibt bereits Hinweise darauf, dass sich die Gehirnstruktur professioneller Musiker von der Gehirnstruktur von Amateurmusikern und Nichtmusikern unterscheidet (Gaser & Schlaug, 2003, Journal of Neuroscience). Bisher ist die Entstehung dieser Unterschiede im Besonderen im auditiven Kortex noch nicht ausreichend untersucht. Um dies näher zu beleuchten, untersuchen wir angehende Profimusiker im Verlauf ihres intensiven Vorbereitungskurses auf ein Hochschulstudium im Magnetresonanztomografen und legen dabei ein besonderes Augenmerk auf Veränderungen der Gehirnstruktur im auditiven Kortex. Gleichzeitig untersuchen wir Musikschüler, die nicht an diesem Kurs teilnehmen, um Unterschiede in der Gehirnstruktur herausfiltern und abbilden zu können.

Verantwortliche Wissenschaftler

Elisabeth Wenger
Ulman Lindenberger

Simone Kühn, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Kollaborationspartner und musikalische Leitung

Musik

Blaues Notenblatt
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