EnglishDeutsch

Architektur

Ein Haus für Forschung

Nach der Gründung 1963 dauerte es noch 11 Jahre, bis das Institut ein eigenes Gebäude beziehen konnte.

Die Vision

Wissenschaftliche Arbeit bedeutet Einzelleistung, aber auch Wissensgewinn im Kollektiv. Der Forscher braucht einerseits Abgeschiedenheit und Ruhe, aber andererseits auch den intensiven Austausch mit Kollegen. So lauteten die Vorgaben an die Architekten Hermann Fehling und Daniel Gogel auch ganz schlicht: 1. Allein lesen und denken. 2. Mit anderen sprechen und arbeiten. Sie planten den Bau von innen nach außen – die Bedürfnisse der Nutzer bestimmten Form und Aufbau des Gebäudes. Kleine Büros und Labors mit Fenstern in die stillen, bepflanzten Innenhöfe und Türen zu den ruhigen Verbindungsgängen lassen konzentriertes Arbeiten zu. Andererseits laden Flächen und Räume großzügig und offen zu Begegnung und Kommunikation ein.

bewegte Deckenlandschaft des Institutsgebäudes
© David Ausserhofer

Das Gebäude

Erstmals führten Fehling+Gogel drei Gestaltungsprinzipien in einem Gebäude zusammen: Das schneckenartige „Aufwickeln“ der Baumassen um einen zentralen Turm. Die Übertragung von Bewegungsabläufen im Gebäude auf dessen Form und die Schaffung großzügig bemessener Gemeinschafts- und Begegnungsräume. So ist die Eingangs- und Treppenhalle des Instituts als eine großzügige Abenteuerlandschaft angelegt. Sie soll die Mitarbeiter dazu veranlassen, bei zufälligen Begegnungen stehen zu bleiben und sich zu unterhalten. 2008 wurde das Gebäude umfassend saniert. Heizung und Technik wurden auf den Stand der Zeit gebracht und ein neues Farbkonzept sorgt für freundliche Akzente.

Der Garten

Ein besonderer Ort der Erholung und Inspiration ist auch der Institutsgarten, der dem Haus einen Rahmen gibt. Verschiedenste Nutz- und Zierpflanzen werden hier gepflegt. Für die Mitarbeiter bedeutet der Garten nicht nur einen schönen An- und Ausblick zu haben, sondern auch den Luxus eines abwechslungsreichen Aufenthaltsortes abseits von Schreibtisch und Computer.

Kurz und knapp

Max-Planck-Institut für Bildungsforschung
Architekten: Hermann Fehling und Daniel Gogel, Berlin

Wettbewerb: 1964-1966
Bauzeit: 1972–1974

Ausstellung

Cover des Katalogs

2009 initiierte das Institut eine umfassende Werkschau der Architekten Fehling+Gogel. Die Ausstellung „Die Max-Planck-Gesellschaft als Bauherr der Architekten Hermann Fehling und Daniel Gogel“ ist auch in einem umfangreichen Katalog dokumentiert. Weitere Informationen finden Sie unter www.fehling-gogel.de