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Kinder-Titelrekognitionstest (K-TRT)

Der Kinder-Titelrekognitionstest (K-TRT) ist ein Verfahren, mit dem erfasst werden kann, wie viel Kinder lesen, er soll also „Lesemuffel“ von „Leseratten“ unterscheiden.

Beim K-TRT handelt es sich um eine aktualisierte und deutschsprachige Version des „children title recognition test“ (Cunningham & Stanovich, 1990), der im Englischen ein Standardverfahren ist. In dem Test sollen Kinder angeben, welche Titel sie in einer Liste von Kinder- und Jugendbücher kennen. Um zu vermeiden, dass sie lediglich raten, enthält die Liste auch verschiedene unechte Titel. Der Testwert ergibt sich daraus, dass man die Anzahl der falsch erkannten Titel von der Anzahl der richtig erkannten Titel abzieht.

Wir haben den K-TRT in zwei umfangreichen Untersuchungen überprüft und gefunden, dass er ausgesprochen zuverlässig (reliabel) ist und Unterschiede zwischen Kindern gut erfassen kann. Darüber hinaus scheint er wirklich die Buchkenntnis von Kindern spezifisch zu erfassen, da Erwachsene schlechter abschneiden als Kinder. Auch werden Bücher, die häufiger verkauft werden, besser erkannt.

Der K-TRT liegt in zwei parallelen Versionen A und B vor und kann von allen interessierten Forscherinnen und Forschern kostenfrei genutzt werden (s. Download). Wenn Sie ihn verwenden, verweisen Sie bitte auf folgendes Manuskript, das wir auf Anfrage auch gerne zusenden:

Schroeder, S., Segbers, J. & Schröter, P. (2014). Der Kinder-Titelrekognitionstest (K-TRT). Ein Instrument zur Erfassung des Lesevolumens im Deutschen. Manuskript, in Begutachtung. Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin.

Wenn Sie Fragen oder Anregungen zum K-TRT haben, wenden sie sich bitte an:

Sascha Schroeder
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung
MPRG REaD (Reading Education and Development)
sascha [dot] schroeder [at] mpib-berlin [dot] mpg [dot] de

 

Literatur:

Cunningham, A. E. & Stanovich, K. E. (1990). Assessing print exposure and orthographic processing skill in children: a quick measure of reading experience. Journal of Educational Psychology, 82, 733-740.

 

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