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Konferenzen

Conference: Sounds - Klänge - Töne | MPFG "Gefühlte Gemeinschaften? Emotionen
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Die Max-Planck-Forschungsgruppe 'Gefühlte Gemeinschaften?' hat in den letzten Jahren zahlreiche Tagungen, Konferenzen, Symposien und eine summer school durchgeführt. Hier erhalten Sie einen Überblick.

Konferenz 'Sounds - Klänge - Töne'

Sounds Klaenge Toene | Poster zur Konferenz
© MPI fuer Bildungsforschung

Sounds, Klänge, Töne – Zur klanglichen Dimension von Musik und ihrer emotionalen Bedeutung und Wahrnehmung

24.04.-26.04.2014

Veranstalter: Tim BiermannAnabelle SpallekHenning Wellmann

Von der Wiener Klassik bis zur Berliner Clubkultur, vom Garagenpunk bis zu barocken Kirchenchorälen, von moderner Kammermusik bis zum Open Air Festival – all diese musikalischen Klangwelten sind aus verschiedenen disziplinären Blickwinkeln bereits untersucht worden, doch in welchem Zusammenhang steht ihr je spezifischer Sound/Klang mit ihrer emotionalen Wahrnehmung, Wirkung und Verbreitung? Wir verstehen Sound und Klang dabei als ein Zusammenwirken von akustischen, emotionalen und semantischen Elementen, welches in der performativen Wahrnehmung der Zuhörenden bestimmte Wirkungen und Bedeutungen erlangt. Wie ist es also zu erklären, dass Beethovens Musik im 19. Jahrhundert ein männlicher Klang zugewiesen wurde? Was geschieht mit der emotionalen Codierung und Rezeption von Musik in bestimmten historischen und kulturellen Kontexten, wenn Instrumente plötzlich durch elektrische Verstärkung einen veränderten Sound bekommen oder SängerInnen durch andere Gesangstechniken neue vokale Klänge hervorbringen?

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Resonanzen: Musik, Affekt und die Stadt

Resonances: Music, Affect, and the City | Poster
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Resonanzen: Musik, Affekt und die Stadt

07.11.-08.11.2013

Veranstalter: Luis-Manuel Garcia and Oliver Zauritz in cooperation with Harvard University’s Sawyer Seminar, “Hearing Modernity”

Welche emotionale Bedeutung hat Musik und Musikinstrumente für ethnische und religiöse Minderheiten, wie die Berliner Alevi? Wie identifizieren sich Bewohner und Touristen mit dem Gefühl und mit dem „Sound“ der Berliner Musikszenen? Die vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Zusammenarbeit mit dem Sawyer Institut „Hearing Modernity“ der Universität Harvard organisierte Konferenz möchte Wege erkunden, wie emotional verkörperte Erfahrungen mit Soundkulissen und der Stadtlandschaft interagieren. Besonderen Schwerpunkt legen die Veranstalter dabei auf Berlin.

Mit Vorträgen zur spirituellen Musik in Indien, wie auch über indigene Musik in kanadischen Schulen oder europäische Musikfestivals, soll die regionale Perspektive dann ausgeweitet werden. Teilnehmer befassen sich darüber hinaus mit Fallstudien, um auf dieser Grundlage zu neuen Ideen zu kommen und um neue Thesen für einen breiten Diskurs über ästhetische Erfahrungen aufzustellen. Weiteres Highlight der Veranstaltung ist der Eröffnungsvortrag von Professor Ingrid Monson von der Havard Universität. Die Expertin für Jazz-Musik spricht über  „Improvisation und der ‘Sensory Turn’ in den Musikstudien“.

Mit den Schlüsselbegriffen „Musik“, „Affekt“ und „Stadt“ strebt diese Konferenz an, Resonanzen zwischen vielfältigen, internationalen Experten der Wissenschaft und Musikindustrie zu erfassen und zu pflegen. Als Ergänzung zu den akademischen Vorträgen gibt es Rundgespräche mit Vertretern der Berliner Musikszene. An den Abenden laden die Veranstalter bei Musikveranstaltungen und Soundinstallationen zum gegenseitigen Kennenlernen ein und möchten auf diese Weise den Austausch zwischen wissenschaftlicher Theorie und musikalischer Praxis fördern.

LERNEN_EMOTIONEN_MUSIK

Summer School 2013

LERNEN_EMOTIONEN_MUSIK. Interdisziplinäre Summerschool 2013

01.07-05.07.2013

organisiert durch Dr. Sarah Zalfen, Iris Törmer

Lernen_Emotionen_Musik ist ein als interdisziplinäre Summerschool konzipiertes Projekt, in dem drei trotz der Aktualität des Themas wenig miteinander verknüpfte Disziplinen aufeinandertreffen: historische Musik- und Emotionsforschung, Psychologie und Neurowissenschaften sowie konzeptionelle und praktische Musikvermittlung. So soll ein Drehkreuz der Diskussion um die Wirkung des Zusammenspiels von Musik, Bildung und Emotionen entstehen. Was lernt man „durch“ Musik? Diese Frage zielt ebenso auf die bessere Verarbeitung von Informationen im Gehirn, wenn sie durch Musik „unterstützt“ werden, wie auf die Wertevermittlung durch musikalische Praxis oder die Möglichkeit Erkenntnisse historischer Gefühlszustände durch die Interpretation von Musik zu erzielen.

Musikvermittlung verliert gegenwärtig zunehmend ihren Charakter als schulisches Bildungsgut und Lehre eines humanistischen Kanons. Demgegenüber gewinnen die pluralistische emotionale Identifikation mit Musik sowie die Rolle von Musik für ein gutes Lebensgefühl an Bedeutung. Dies bringt eine Fülle neuer Formen und Methoden hervor, die auf die selbst erlebte und empathisch erfahrende Bedeutung und Wirkung von Musik zielen. Weiterhin unterstützt Bildungsprozesse jenseits der musikalischen Aneignung. D.h. das „Lernen durch Musik“ erlaubt nicht nur die Vernetzung allgemeiner Lernkompetenzen, sondern durch die Arbeiten mit Musik sehen Untersuchungen auch Werte und vor allem emotionale Persönlichkeitsentwicklungen auf der individuellen wie gemeinschaftlichen Ebene gestärkt, die weit über den musikalischen Horizont hinaus reichen können.  Auch deswegen weckt die emotionale Wirkung von Musik Erwartungen an ihren gesellschaftlichen Nutzen; sei es als kulturelles und soziales Heil- und Bindemittel oder als Optimierungsstrategie einer Leistungsgesellschaft.

Im Rahmen dieses spannungsreichen Themenfeldes erarbeiten  Nachwuchswissenschaftler_innen und Musikvermitler_innen erstmals im Sommer 2013 eine Woche lang gemeinsam mit renommierten Vertretern der drei Disziplinen neue Einsichten in ein Thema von gleichermaßen wissenschaftlicher wie bildungs- und kulturpolitischer Relevanz.

Music, Memory, and Emotions in the German‐Jewish Experience of Modernity

Music, Memory, and Emotions in the German-Jewish Experience of Modernity | Pos
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Music, Memory, and Emotions in the German‐Jewish Experience of Modernity

14.03.-15.03.2013

Veranstalter: Yael Sela‐Teichler, with Philip V. Bohlman, University of Chicago/Hochschule für Musik, Hannover

Throughout the Middle-Ages and the early modern period, Jews in central and western Europe were excluded from the soundscape of Christian culture as an a-musical category. This ethos began to change in the mid-eighteenth century with the rise of new German aesthetic theories that linked music’s emotional affect with ethical qualities inherent in Enlightenment notions of Bildung. Marking the threshold to modernity, this inclusive turn opened up music as an arena of cultural participation to Jews, even though this inclusivity remained vulnerable to socio-political developments throughout the nineteenth and twentieth centuries.

Konferenzbericht

Kommunikationschancen: Entstehung und Fragmentierung sozialer Beziehungen durch Musik im 20. Jahrhundert

Kommunikationschancen | Ambiguities of Communication | Poster
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Kommunikationschancen:
Entstehung und Fragmentierung sozialer Beziehungen durch Musik im 20. Jahrhundert

24.01.–26.01. 2013

Veranstalter: Sven Oliver Müller • Jürgen Osterhammel • Martin Rempe

Innerhalb weniger Jahre hat sich das Thema Musik und Geschichte aus einer Randposition näher zum Mittelpunkt fachlicher Aufmerksamkeit bewegt. Begünstigt wurde diese Entwicklung durch Historikerinnen und Historiker, welche sich auf die Opernforschung konzentrierten, die mittlerweile ihrer ursprünglichen Anlehnung an die Nationalismus- und die Bürgertumsforschung neue Perspektiven hinzugefügt hat. Zudem gewinnen die Entdeckung des Auditiven in einer im weitesten Sinne postmodernen Historischen Anthropologie und eine Geschichte der Sinne und der Sinnlichkeit Bedeutung in der Forschungslandschaft.

Konferenzbericht

Hegemoniale Strukturen der Musik. Besatzungspolitiken, Emotionen und ihr Transfer im Europa der Weltkriege 1914–1949

Hegemoniale Strukturen der Musik | Poster
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Hegemoniale Strukturen der Musik. Besatzungspolitiken, Emotionen und ihr Transfer im Europa der Weltkriege 1914–1949

11.03.-13.03.2011

Veranstalter: Sven Oliver Müller

Die Tagung analysiert den hegemonialen Transfer, das Konzept, die Reichweite und die Grenzen kulturpolitisch eingesetzter U- und E-Musik im Ersten und Zweiten Weltkrieg in Europa. Der Fokus liegt auf der Musikpolitik des Deutschen Reichs, Italiens, Frankreichs, Großbritanniens und Russlands, bzw. der Sowjetunion. Es interessieren bereits besetzte und zu besetzende Staaten einerseits sowie die innenpolitischen Strategien und Erfolge dieser musikalischen Kampagnen andererseits.

Konferenzbericht