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Affektdynamik

Personen unterschiedlichen Alters unterscheiden sich in ihren alltäglichen emotionalen Erfahrungen. Zum Beispiel sind Jugendliche häufiger emotional aufgewühlt und erleben häufiger intensive negative Emotionen als Erwachsene. Auch berichten ältere Erwachsene oft ein höheres emotionales Wohlbefinden in ihrem Alltag als jüngere Erwachsene. Bislang weiß man nur wenig über die psychologischen Mechanismen, die diesen Altersunterschieden zugrunde liegen. Auch andere Aspekte affektiver Erfahrungen – etwa der Ausdruck von Emotionen oder kulturelle Unterschiede – wurden bislang kaum auf Altersunterschiede untersucht. Unser erster Forschungsschwerpunkt zur Affektdynamik beinhaltet Studien, die diesen offenen Fragen nachgehen.

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Affektive Kompetenzen

Senior Couple
© iStockphoto

Ein zweiter Schwerpunkt unserer Forschung beschäftigt sich mit affektiven Kompetenzen. Hier untersuchen wir Altersunterschiede in der Fähigkeit, emotionale Aspekte des Lebens verstehen und bewältigen zu können. Dies beinhaltet zum Beispiel die Fähigkeiten, eigene affektive Erfahrungen zu regulieren und affektive Erfahrungen anderer Personen zu verstehen. Frühere Forschung legte nahe, dass die Fähigkeit, den emotionalen Ausdruck anderer Personen korrekt zu deuten, im Laufe des Erwachsenenalters abnimmt. In den meisten dieser Studien interpretierten Personen unterschiedlichen Alters posierte emotionale Ausdrücke von jüngeren oder mittelalten, nicht aber von älteren Erwachsenen. Ein Nachteil solcher Studien ist somit die mangelnde Altersfairness. Ein weiterer Nachteil ist die geringe ökologische Validität, da die verwendete Aufgabe sich stark vom alltäglichen Emotionserkennen unterscheidet. Einige unserer laufenden Studien zielen darauf ab, diese Nachteile zu überwinden.

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Aktuelle Publikationen

Rauers, A., Blanke, E., & Riediger, M. (2013). Everyday empathic accuracy in younger and older couples: Do you need to see your partner to know his or her feelings? Psychological Science, 24, 2210-2217. doi: 10.1177/0956797613490747

Riediger, M., & Klipker, K. (2014). Emotion regulation in adolescence. In J. J. Gross (Ed.), Handbook of emotion regulation  (2nd ed., pp. 187-202). New York: Guilford Press.

Wrzus, C., Müller, V., Wagner, G. G., Lindenberger, U., & Riediger, M. (2013). Affective and cardiovascular responding to unpleasant events from adolescence to old age: Complexity of events matters. Developmental Psychology, 49, 384-397. doi:10.1037/a0028325