Max Planck Research Fellow
Nicola Fuchs-Schündeln seit Juni 2025 als Research Fellow am Institut
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Nicola Fuchs-Schündeln ist eine international anerkannte Wissenschaftlerin, die als Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) eine zentrale Rolle in der Berliner Forschungslandschaft einnimmt. Neben ihrer Professur für Makroökonomie und Entwicklung an der Goethe-Universität Frankfurt ist sie Programmdirektorin des Programmbereichs „Macroeconomics and Growth“ am Centre for Economic Policy Research (CEPR) in London / Paris, Fellow der Econometric Society, Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina sowie der wissenschaftlichen Beiräte des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und der Deutschen Bundesbank. Für ihre herausragenden Leistungen wurde sie u.a. mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis (2018), dem Gustav-Stolper-Preis des Vereins für Socialpolitik (2025) und zwei ERC Grants (2010, 2018) ausgezeichnet.
In ihrer Forschung verbindet sie theoretische und empirische Ansätze, um zu untersuchen, wie wirtschaftliche und politische Systeme die Präferenzen und Einstellungen von Menschen prägen. Die deutsche Wiedervereinigung dient ihr unter anderem als exemplarisches natürliches Experiment, das neue Perspektiven auf Fragen der Kausalität eröffnet.
Mit der Ernennung von Nicola Fuchs-Schündeln zur Max Planck Research Fellow wird die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem MPI für Bildungsforschung und dem WZB weiter vertieft. Bereits in der Vergangenheit haben gemeinsame Forschungsvorhaben – etwa unter Nutzung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) – gezeigt, welch hohen wissenschaftlichen Mehrwert der Austausch zwischen beiden Einrichtungen bietet.
Ihre Forschung zu Präferenzen, Verhalten und Ungleichheit schafft vielfältige Anknüpfungspunkte innerhalb des Instituts, wie
- zur Rolle von Präferenzen in Entscheidungsprozessen (Forschungsbereich Adaptive Rationalität),
- zur Wechselwirkung von sozialer und physischer Umwelt mit menschlicher Entwicklung (Forschungsbereich Umweltneurowissenschaften),
- wie neue KI-Technologien das menschliche Verhalten, Lernen, Kreativität und Entscheidungsfindung in sozialen und wirtschaftlichen Systemen beeinflussen (Forschungsbereich Mensch und Maschine),
- sowie zu genetischen und umweltbedingten Einflüssen auf Bildungserfolg im historischen Ländervergleich BRD-DDR (MPRG Biosozial).
Ein weiterer wichtiger Baustein der Kooperation ist der europaweite Längsschnittdatensatz SHARE (Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe), der seit 2022 mit dem Share Berlin Institute (SBI) in Berlin angesiedelt ist. Das WZB zählt zu den Gesellschaftern des SBI . Mit seinen tiefen und breiten Daten zu Gesundheit, sozialem Umfeld und Lebensqualität von Menschen ab 50 Jahren bietet SHARE – ähnlich wie das SOEP – einzigartige Potenziale für interdisziplinäre Forschung.