03.02.2012 | Wissenschaftler gründen Aktion "Unstatistik des Monats"
Erstes Beispiel betrifft das Ruhrgebiet
Mit der "Unstatistik des Monats" werden der Berliner Psychologe Gerd Gigerenzer (Max-Planck-Institut für Bildungsforschung), der Dortmunder Statistiker Walter Krämer und RWI-Vizepräsident Thomas Bauer künftig nach Ende eines Monats sowohl jüngst publizierte Zahlen als auch deren Interpretationen hinterfragen. Den Anfang macht der im Dezember präsentierte "Armutsbericht 2011" des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Er impliziert, das Ruhrgebiet sei das neue Armenhaus der Republik, misst statt Armut aber lediglich die Einkommensungleichheit und legt darüber hinaus den falschen Vergleichsmaßstab an.