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Sensomotorische und kognitive Entwicklung

Dieses Projekt untersucht Lebensspannenveränderungen in den Interaktionen zwischen sensomotorischen und kognitiven Aspekten des Verhaltens. Das Alltagsleben erfordert häufig eine Integration von vielfachen sensorischen Inputs und die gleichzeitige Koordination von sensomotorischen und kognitiven Aufgaben. Beispiele sind das Laufen beim Memorieren einer Einkaufsliste, das Balancehalten im Bus beim Versuch eine Werbetafel zu lesen oder sich beim Autofahren durch hektischen Berufsverkehr an den Weg zum Haus eines Freundes zu erinnern. Alltagsbeobachtungen legen darüber hinaus nahe, dass ältere Erwachsene und jüngere Kinder mehr Aufmerksamkeit für die sensomotorischen Aspekte ihres Verhaltens aufbringen müssen als Teenager und junge Erwachsene. Zum Beispiel neigen ältere Erwachsene, denen ein Hindernis auf einem engen Pfad begegnet, eher dazu, ihre Gespräche zu unterbrechen und erst nach Überquerung des Hindernisses fortzusetzen, während das gleiche Hindernis die Unterhaltung jüngerer Erwachsener zu einem geringeren Ausmaß beeinträchtigt.
 

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  • Wie passen sich Individuen verschiedenen Alters an multiple sensomotorische und kognitive Anforderungen an?
  • Wie verändert sich die Interaktion zwischen sensomotorischen und kognitiven Verhaltensdimensionen über den Lebensverlauf?

Dieses Projekt bemüht sich, Antworten auf diese Fragen zu finden, indem es einen Schwerpunkt auf motorische Verhaltensaspekte legt, sowohl für sich betrachtet also auch in Bezug auf Erfordernisse kognitiver Aufgaben. Ein verwandtes Ziel dieses Projekts ist die Überprüfung von Kriterien für effektive technologische Unterstützung im hohen Alter.

SmartSenior

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Dieses Projekt beteiligt sich auch an der Forschungsallianz SmartSenior, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Es geht um die Nutzung neuer Technologien für Verbesserungen des Lebens im höheren Alter.

Weitere Informationen zu SmartSenior

Studentische Hilfskraft gesucht

Das Sensorimotor-Cognitive Couplings Team sucht eine studentische Hilfskraft (Informatik, Elektrotechnik, Physik) zur Unterstützung bei der Entwicklung und Instandhaltung von Experimentalsoftware.

Literatur

Schaefer, S., Huxhold, O., & Lindenberger, U. (2006). Healthy mind in healthy body? A review of sensorimotor-cognitive interdependencies in old age. European Review of Aging and Physical Activity, 3, 45–54. doi: 10.1007/s11556-006-0007-5

Schaefer, S., Lövdén, M., Wieckhorst, B., & Lindenberger, U. (2010). Cognitive performance is improved while walking: Differences in cognitive-sensorimotor couplings between children and young adults. European Journal of Developmental Psychology, 7, 371–389. doi: 10.1080/17405620802535666

Schellenbach, M., Lövdén, M., Verrel, J., Krüger, A., & Lindenberger, U. (2010). Sensorimotor-cognitive couplings in the context of assistive spatial navigation for older adults. GeroPsych, 23, 69–77. doi: 10.1024/1662-9647/a000010

Verrel, J., Lövdén, M., & Lindenberger, U. (2010). Motor-equivalent covariation stabilizes step parameters and center of mass position during treadmill walking. Experimental Brain Research, 207, 13–26. doi: 10.1007/s00221-010-2424-y

Verrel, J., Lövdén, M., Schellenbach, M., Schaefer, S., & Lindenberger, U. (2009). Interacting effects of cognitive load and adult age on the regularity of whole-body motion during treadmill walking. Psychology and Aging, 24, 75–81. doi: 10.1037/a0014272