Projekte

Kurzzeitig dargebotene Umweltreize
Im Kontext mehrerer Studien untersuchen wird die Hirnaktivierung (mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomografie, fMRT, oder Nahinfrarotspektroskopie, NIRS, s. Methoden) während der Darbietung von Umweltreizen - wie Geräuschen, Bildern, Videos oder Gerüchen - sowie während der Bearbeitung von kognitiven Aufgaben vor und nach diesen Umweltreizen.

Spaziergänge in verschiedenen Umwelten
In einigen Studien bitten wir unsere Studienteilnehmer*innen darum, in einer bestimmten Umgebung einen längeren Spaziergang zu machen, und untersuchen vor und nach diesem Spaziergang, wie sie sich fühlen und wie gut sie in der Lage sind, sich zu konzentrieren. Häufig nutzen wir hier ebenfalls Methoden zur Messung der Hirnfunktion sowie der Hirnstruktur.

Längerfristige Veränderungen des Lebensraumes
In verschiedenen Projekten wird untersucht, wie sich das Leben in extremen Umwelten auf den Menschen auswirkt. In mehreren Studien unter Leitung von Alexander Stahn (University of PennsylvaniaCharité Universitätsmedizin) untersuchen wir verschiedene Personengruppen vor und nach dem Aufenthalt in extremen Umwelten. Um herauszufinden, ob und wie sich diese massiven Veränderungen des Lebensumfeldes auf die Plastizität des Gehirns auswirken, nutzen wir funktionelle und strukturelle Magnetresonanztomographie (MRT). Unser Fokus liegt hier besonders auf dem Hippokampus, einer Hirnstruktur, die unter anderem in Prozesse der räumlichen Orientierung involviert ist.

Überwinterung in der Antarktis (PI: Alexander Stahn)
Auf der sogenannten Neumayer-Station III des Alfred-Wegener-Institutes überwintern jedes Jahr neun Wissenschaftler*innen, um Messungen im antarktischen Winter weiterzuführen. Dabei sind die Wissenschaftler*innen größtenteils auf sich alleine gestellt. Im Fokus des Projekts steht, dass eine räumliche Orientierung im Freien fast ausschließlich nur durch Instrumente möglich ist, da durch die Schneeverhältnisse wenige Landmarken in der Umwelt vorhanden sind. Dieses Projekt wird durch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gefördert.

  • Astronauten auf der International Space Station (ISS) (PI: Alexander Stahn)
    Auf der internationalen Raumstation ISS bleiben Astronaut*innen üblicherweise sechs Monate lang, bevor sie wieder zur Erde zurückkehren. Hier führen wir auch eine Reihe von kognitiven Tests während der Mission im All durch.
  • Human Exploration Research Analogue (HERA) Isolationsstudien (PI: Alexander Stahn)
    Das NASA-Projekt HERA bietet einen geschlossenen Lebensraum auf drei Stockwerken, mit welchem auf der Erde die Isolation und Enge einer Raumstation nachgestellt werden kann. Er ermöglicht es, Missionen vorzubereiten, an Problemlösungen zu arbeiten, Experimente durchzuführen und Missionen zwischen 30 und 45 Tagen zu simulieren. 

Innenräume und Architektur
Im Rahmen dieses Forschungsthemas interessieren wir uns besonders für die Auswirkung verschiedener architektonischer Elemente auf das Erleben und Verhalten von Menschen. Hier untersuchen wir zum Beispiel den Einfluss von eckigen und runden Formen, Deckenhöhe oder Raumgröße in ihrer Wirkung auf Emotionen und Kognition sowie die zugrundeliegende Funktion des Gehirns.

Georeferencing Studien
Im mehreren großen Kohortenstudien untersuchen wir den Zusammenhang zwischen dem Lebensumfeld – gemessen mittels Methoden des Georeferencings – und der Hirnstruktur und -funktion. So zum Beispiel in der Berliner Altersstudie (BASE-II), der Hamburg City Health Study (HCHS) und der NAKO Gesundheitsstudie.

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