Die MemoryMaker Studie (MeMa)

 

Worum geht es in der Studie?


In der MemoryMaker-Studie untersuchen wir, wie sich Kinder im Alter von 4 bis 10 Jahren an ihre eigenen Alltagserfahrungen auch nach längerer Zeit erinnern. Wir wissen, dass Kleinkinder früh im Leben besonders gut darin sind, allgemeines Wissen aufzunehmen, ihren Wortschatz zu erweitern, Gegenstände zu kategorisieren und soziale Regeln zu erlernen. Die Fähigkeit, sich an konkrete Ereignisse zu erinnern, entwickelt sich jedoch deutlich langsamer. Wir möchten verstehen, wie sich die Erinnerungen von Kindern an reale Ereignisse im Laufe der Zeit verändern und wie dies mit im Studienumfeld gemessenen Gedächtnisleistungen zusammenhängt.

Helfen Sie uns, diese spannenden Fragen zu erforschen:

  • Wie verändert sich die Erinnerung an persönliche Lebensereignisse im Laufe der Kindheit
  • Warum können wir uns nicht an Erlebnisse aus der frühen Kindheit erinnern?
  • Wieso erinnern sich Kinder besser, wenn sie älter werden? Und wie hängt die Entwicklung unseres Gehirns damit zusammen?


Was umfasst die Teilnahme?

In der MemoryMaker-Studie wollen wir untersuchen, wie sich Kinder an ihre Alltagserfahrungen auch nach längerer Zeit erinnern. Dazu begleiten wir Ihr Kind über insgesamt fünf Jahre mit vier Testterminen im Abstand von 15 Monaten. Bei jeder jährlichen Testrunde gibt es zwei Blöcke: den Kamerablock und den Laborblock.
 

Kamerablock: Ab neun Monaten vor den Sitzungen im Institut nehmen Sie und Ihr Kind alltägliche Aktivitäten (z. B. einen Zoobesuch oder ein Picknick) mit einer kleinen tragbaren Kamera auf, die Ihr Kind auf dem Oberteil trägt. Die Kamera nimmt nach dem Anschalten alle 3 Sekunden automatisch Fotos für 50 bis 70 Minuten auf. Wir werden Sie bitten, in jedem Jahr 10–28 solcher Ereignisse im Leben Ihres Kindes mit der Kamera aufzunehmen. Sie entscheiden, welche Fotos Sie uns für die Erforschung der Gedächtnisentwicklung Ihres Kindes zur Verfügung stellen! Im Umgang mit den Fotos folgen wir umfassenden Datenschutzrichtlinien. Die Kamerafotos werden sicher auf unseren internen Servern gespeichert und ausschließlich Ihrem Kind für die Gedächtnisaufgaben unserer Studie gezeigt. Die Fotos werden nicht mit Dritten geteilt.

Laborblock: Nach dem Kamerablock folgen vier Sitzungen am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, wobei die letzte Sitzung an der Freien Universität Berlin zur Aufnahme von dreidimensionalen Bildern des Gehirns (MRT) stattfindet. Während der ca. 80–85 minütigen Sitzungen spielt Ihr Kind mit unseren geschulten Studienmitarbeitenden kindgerechte Gedächtnisspiele am Computer. Bei der letzten Sitzung wird eine MRT-Untersuchung durchgeführt. Dabei werden mithilfe der Kamerafotos Ihres Kindes die Gehirnaktivitäten gemessen, die mit dem Erinnern dieser Erlebnisse zusammenhängen.

 

Wen suchen wir?

Wir suchen Kinder in zwei Altersgruppen:

  • 3 Jahre und 2 Monate bis 4 Jahre und 2 Monate sowie 
  • 5 Jahre und 2 Monate bis 6 Jahre und 2 Monate

die Lust haben, bei unserem spannenden Forschungsprojekt mitzumachen. 

 

Was haben Sie und Ihr Kind von der Teilnahme?

Sie leisten einen wichtigen Beitrag zu einem Forschungsprojekt, das untersucht, wie sich reale Erinnerungen im Laufe der kindlichen Entwicklung verändern. Teilnehmende Familien erhalten für die Studienteilnahme insgesamt etwa 1.650 €. Ihr Kind bekommt bei jedem Termin ein kleines Geschenk als Dankeschön für die Teilnahme.  Es ergibt sich eine Aufwandsentschädigung von 13 € pro Stunde – sowohl für die Besuche im Institut als auch für die Kameraaufnahmen zu Hause. Für jeden Termin am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und an der Freien Universität Berlin wird außerdem ein Bonus von 5 € gezahlt. Nach Abschluss eines Testzeitpunkts erhalten Familien ein Geschenk oder einen Gutschein im Wert von 25 €. Wenn Ihr Kind über alle fünf Jahre hinweg vollständig teilnimmt, dürfen Sie sich am Ende über die Kamera als Geschenk freuen.

 

Bitte beachten Sie, dass Kinder, die an der MemoryMaker (MeMa) Studie teilnehmen, nicht an der City Tour Studie teilnehmen können, da dies die wissenschaftliche Auswertung verfälschen würde – wir bitten um Ihr Verständnis.

 

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