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Das MRT-Labor

Benutzen jüngere und ältere Menschen die gleichen Gehirnregionen zur Lösung von kognitiven Aufgaben? Lassen sich Hirnaktivität und Hirnstruktur durch geistiges oder körperliches Training verändern?

Diesen und weiteren Fragen wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung (MPIB) um Ulman Lindenberger mithilfe des institutseigenen Magnetresonanztomografen (MRT) auf den Grund gehen.

MRT-Labor | Scanner im Max-Planck-Institut für Bildungsforschung
© MPI für Bildungsforschung

Der 3-Tesla-Tomograf im Max-Planck-Institut für Bildungsforschung.

Mithilfe der Magnetresonanztomografie lassen sich Bilder des Körperinneren, beispielsweise des menschlichen Gehirns, erzeugen.

Die Plastizität des Gehirns

Unter dem Begriff "Plastizität" versteht man die Veränderbarkeit des menschlichen Gehirns im Lebensverlauf durch Erfahrung bzw. intensive Trainingsprozesse.

Neuere Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Erfahrung Auswirkungen auf das Volumen von Bereichen der grauen Substanz im erwachsenen Gehirn eines Menschen haben kann. Die Dynamik, Mechanismen und biologischen Grundlagen solcher strukturellen Veränderungen des Gehirns sind gegenwärtig noch weitgehend unbekannt.

Im Forschungsbereich Entwicklungspsychologie widmen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts diesen und weiteren Fragen. Mithilfe zahlreicher magnetresonanztomografischer (MRT-)Aufnahmen, etwa im Rahmen von Trainingsstudien, sollen über strukturelle und funktionelle Hirnveränderungen des Menschen neue Erkenntnisse gewonnen werden.

Bildgebung

Ein spezielles Verfahren in der Magnetresonanztomografie ermöglicht es, die Diffusionsbewegung von Wassermolekülen im Körper- bzw. Hirngewebe zu messen.

Die sogenannte Diffusions-Tensor-Bildgebung (Diffusion Tensor Imaging, kurz: DTI) ist eine nicht-invasive Methode, die Rückschlüsse auf die mikrostrukturellen Eigenschaften des Gehirns ermöglicht.

Am MPIB wird DTI beispielsweise genutzt, um Veränderungen in der Diffusion von Wassermolekülen in der weißen Substanz des menschlichen Gehirns, hervorgerufen durch Training oder Veränderungen über die Lebensspanne, zu quantifizieren.

DTI

DTI Bildgebung

Das Bild zeigt eine farbkodierte Darstellung der Diffusion von Wassermolekülen im Hirngewebe (DTI).

Presseinformationen zum MRT-Labor (PDF)

MR-Team

Forschungsbereich Entwicklungspsychologie

Prof. Dr. Ulman Lindenberger
Direktor

Dr. Nils Bodammer
Wissenschaftlicher Mitarbeiter /
MR-Physik

Sebastian Schröder
Systemadministrator /
Technik MRT/IT

Sonali Beckmann
Medizinisch-physikalische Technik

Nadine Taube
Medizinisch-technische Assistentin (Radiologie)

Thomas Feg
Systemadministrator /
Technik MRT/IT

Studienteilnahme

Bei Interesse an einer Teilnahme an MRT- und anderen wissenschaftlichen Studien des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung steht ein entsprechendes Kontaktformular zur Verfügung.