Mara Mather ist unter den Top 100 Köpfen der Berliner Wissenschaft 2026 

Der Tagesspiegel zeichnet Forschende aus der Forschungsregion Berlin-Brandenburg aus

1. Oktober 2026

Mara Mather, Direktorin des Forschungsbereichs Affektive und Autonome Neurowissenschaften (CAAN) am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, gehört zu den 100 wichtigsten Köpfen der Berliner Wissenschaft 2026. Mit der jährlich erscheinenden Auswahl würdigt der Tagesspiegel Forschende, die die Wissenschaftslandschaft der Hauptstadtregion mit ihrer Arbeit prägen. 

In seinem Porträt hebt der Tagesspiegel Mathers wegweisende Beiträge zur affektiven Neurowissenschaft hervor. Ihre Forschung zeigt, wie emotionale Erregung den Wettbewerb um Aufmerksamkeit und Gedächtnis im Gehirn beeinflusst und warum sich Menschen in emotional aufgeladenen Situationen oft an bestimmte Details erinnern, während andere in den Hintergrund treten. Im Mittelpunkt ihrer aktuellen Arbeiten steht ein winziger Kern im Hirnstamm, der Locus coeruleus, der an diesen Prozessen beteiligt ist und zugleich zu den ersten Hirnregionen zählt, in denen sich Veränderungen zeigen können, die mit Alzheimer in Verbindung gebracht werden. 

Seit September 2026 leitet sie den neu gegründeten Forschungsbereich Affektive und Autonome Neurowissenschaften am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Dort untersucht sie mit ihrem Team, wie Gehirn, Körper und Emotionen zusammenwirken und welche Rolle diese Wechselwirkungen für gesundes Altern und die Prävention neurodegenerativer Erkrankungen spielen könnten. 

Der Tagesspiegel verweist zudem darauf, dass Mather zu den meistzitierten Forschenden weltweit gehört. Mather studierte Psychologie an der Stanford University und promovierte in Kognitionspsychologie an der Princeton University. Vor ihrem Wechsel nach Berlin war sie Professorin für Gerontologie, Psychologie und Biomedical Engineering an der University of Southern California. 

 

Weitere interessante Beiträge

Zur Redakteursansicht