EnglishDeutsch

Max Planck Research Fellow

Gert G. Wagner als Research Fellow am Institut

Die Max-Planck-Gesellschaft hat 2008 Professor Gert G. Wagner zum Max Planck Research Fellow ernannt. Sie würdigt damit die interdisziplinäre und grundlagenorientierte Forschung eines international hoch angesehenen Wissenschaftlers. 2018 wurde Wagner vom Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft, Martin Stratmann, bis Ende 2023 zum Max-Planck-Senior-Fellow an das MPI für Bildungsforschung berufen.

Im MPIB arbeitet Wagner hauptsächlich mit den Forschungsbereichen „Adaptive Rationalität“ und „Entwicklungspsychologie“ sowie dem „Harding Zentrum für Risikokompetenz“  zusammen. Wagner ist auch Mitglied der Fakultät der LIFE-Doktorandenschule (Research School on the Life Course) und Ko-PI der Berliner Altersstudie (BASE-II). Er ist Mitglied der Forschungsnetzwerke Social Science Genetic Assocation Consortium (SSGAC), IPD-Work Consortium (Individual-Participant Data meta-analysis in Working populations) und  Genetic Research into Quality of Life (GeneQol).

Wagner ist Mitglied des Editorial Boards der multidisziplinären Fachzeitschrift PLOS one. Er ist Mitglied der Interdisziplinären Arbeitsgruppe "Implications of Digitalization on the Quality of  Communication of Science and Humanities" der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW), der Kommission für Forschungsethik der Leibniz-Gemeinschaft, des Ethikrats des European Social Survey (ESS) und des Ethikbeirats von AEGIS (Advanced Big Data Value Chain for Public Safety and Personal Security), einer EC H2020 Innovation Action. Er ist weiterhin Vorsitzender des Sozialbeirats der Bundesregierung), Mitglied der Regierungskommission "Verlaesslicher Generationenvertrag", des Sachverständigenrats für Verbraucherfragen und des Evaluation Panels der Research Foundation - Flanders (FWO).

Fokus

Gummibaerchen
© fotolia/Alexander Bramwell

Im Mittelpunkt von Wagners Forschung steht die Erforschung von Ursachen individueller Unterschiede in Lebensverläufen, speziell der Risikoeinstellung, mit Hilfe der Längsschnittstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP), die Wagner von 1989 bis 2011 leitete. Die bisher in der psychologischen Forschung gewonnenen Erkenntnisse aus kontrollierten Laborbedingungen lassen oft keine breiten Verallgemeinerungen zu. Umgekehrt erlauben groß angelegte sozialwissenschaftliche Erhebungen nur selten kausale Rückschlüsse auf Verhalten und Entwicklung auf individueller Ebene. Dieses methodische Dilemma wird zunehmend überwunden, indem Fragen zu psychologischen Persönlichkeitsmerkmalen in die repräsentative Längsschnittstudie SOEP integriert wurden und mit der „SOEP Innovationsstichprobe“ auch Verhaltensexperimente in eine repräsentative Längschnittserhebung eingebaut werden können. Das SOEP dient auch als Referenzstichprobe für die am Institut angesiedelte Berliner Altersstudie (BASE II).

Kontakt

Max Planck Research Fellow
Gert Georg Wagner
gwagner [at] mpib-berlin [dot] mpg [dot] de

Was ist SOEP?

Das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) ist eine repräsentative Wiederholungsbefragung, die seit 1984 jährlich Mikrodaten für die sozial- und wirtschaftswissenschaftliche Grundlagenforschung bereistellt. Angesiedelt ist das SOEP und seine Innovationsstichprobe (SOEP-IS) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).

Mehr zum SOEP

Was den Menschen wichtig ist

Abbildung 1: Was ist für Sie wichtig im Leben

Fragt man die Menschen danach, was ihnen wichtig ist und was Lebensqualität für sie bedeutet, dann spielen einige Themen, die in der Politik eine große Rolle spielen – beispielsweise Umwelt, Innovationen und Europa – eine Nebenrolle. Als wichtiger würden Gesundheit und nahestehende Mitmenschen wie Familie, Kinder und Freunde bewertet. Das schreiben Gert G. Wagner, Julia M. Rohrer und Martin Brümmer in einem Gastbeitrag, der in gekürzter Fassung am 27. Januar 2017 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienen ist.

Lesen Sie hier die Langfassung!

SOEP-Studie: Mehr soziale Aktivitäten machen glücklicher

Aktuelle Forschungsergebnisse auf Grundlage der Daten des SOEP:

Link zur Pressemitteilung