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Kognitive Entwicklung

Zusätzlich zu unseren zentralen Forschungsprojekten führen wir weitere Studien in anderen Bereichen der frühkindlichen kognitiven Entwicklung durch. Das Ziel dieser Studien besteht in der Erforschung der kognitiven Prozesse, die Kleinkinder nutzen, um ihre physische und soziale Umgebung zu verstehen. Dabei prüfen wir, inwiefern diese grundlegenden kognitiven Fähigkeiten von der Kindheit bis zum Erwachsenenalter bestehen bleiben. Wir beobachten außerdem, inwieweit kognitive und perzeptuelle Systeme sensibel gegenüber den Gesetzmäßigkeiten der Natur sind. Beispiele hierfür sind die Höhe eines Tones in Bezug auf die Größe des Lebewesens, das diesen Ton hervorbringt oder die Newtonschen Grundgesetze der Bewegung.

Des Weiteren erfassen wir, wie sich grundlegende Fähigkeiten zur präzisen und gleichmäßigen Beobachtung und Informationsverarbeitung visueller Reize in der frühen Kindheit entwickeln. Mit der Methode des Eyetrackings, bei der das Blickverhalten aufgezeichnet wird, erforschen wir, wie Kinder unterschiedlich einfache und komplexe Stimuli kategorisieren. Durch Unterschiede im Blickverhalten von Erwachsenen und Kleinkindern können wir relevante kognitive Mechanismen für diese zugrundeliegenden Prozesse identifizieren. Diese Studien geben uns Einblicke in fundamentale Aspekte der kognitiven Entwicklung über die Lebensspanne und ermöglichen es, die in unserer Forschung verwendeten Methoden weiterzuentwickeln.

Cognitive Development
© MPI fuer Bildungsforschung

Publikationen

Kominsky, J. F., Strickland, B., Wertz, A. E., Elsner, C., Keil, F. C., & Wynn, K. (in press). Categories and constraints on casual perception. Psychological Science.

Pietraszewski, D., Wertz, A. E., Bryant, G. A., & Wynn, K. (2017). Three-month-old-human infants use vocal cues of body size. Proceedings of the Royal Society of London: B, Biological Sciences284:20170656. doi:10.1098/rspb.2017.0656