Wie beeinflussen Hormone, Enzyme und das Mikrobiom den menschlichen Körper? Wie beeinflussen Umweltfaktoren die allgemeine Gesundheit? Eine Antwort auf diese Fragen kann die Analyse biologischer Proben im institutseigenen Bio-Labor liefern.
Das Bio-Labor ist ein zentraler Bestandteil der wissenschaftlichen Forschung am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung und dient insbesondere der Erkenntnisgewinnung in den Bereichen der Entwicklungspsychologie sowie der Umweltneurowissenschaften. Es unterstützt die Untersuchung biologischer Grundlagen menschlichen Verhaltens sowie der Wechselwirkungen zwischen Umweltfaktoren und Gesundheit.
Biologische Proben spielen dabei eine wichtige Rolle. Sie ermöglichen die Analyse des Einflusses von Hormonen, Enzymen, dem Mikrobiom und verschiedenen Umweltfaktoren auf den menschlichen Körper. Zu den im Haus untersuchten Proben zählen aktuell unter anderem Speichel, Urin, Stuhl, Gewebe und Haare.
Die gewonnenen Daten liefern den Wissenschaftler*innen wertvolle Informationen über gesundheitliche Prozesse, genetische Voraussetzungen und eventuelle Umwelteinflüsse. Auf dieser Basis können zentrale Mechanismen und Abläufe im Körper besser verstanden und neue Erkenntnisse über die Auswirkungen von Umweltfaktoren im Rahmen unserer wissenschaftlichen Studien gewonnen werden.
Probeabnahme
Am Institut sind im Rahmen von Studien Abnahmen wie Speichel, Stuhl, Urin und Haarproben möglich. Diese können ggf. weiterverarbeitet oder direkt gelagert werden, bis sie ins analysierende Labor transportiert werden.
Zentrifugieren
Durch die Prozessierung in einer Zentrifuge können Volumen von 2 bis 11 ml in ihre einzelnen Bestandteile getrennt werden. Dabei lassen sich unter anderem Zellen, Proteine und weitere biologische Komponenten voneinander separieren und anschließend gezielt analysieren.
Pipettieren
Im Bio-Labor werden Proben mithilfe von Pipettensystemen präzise aufgenommen, um unterschiedliche Reaktionen und Analysen durchzuführen. Hierfür stehen aktuell Pipetten mit Volumen zwischen 2 µl und 1.000 µl zur Verfügung, die eine exakte Probenbearbeitung ermöglichen.
Temperaturgerechte Lagerung
Das Bio-Labor verfügt über Möglichkeiten der Probenlagerung bei Temperaturen von der allgemeinen Raumtemperatur bis hin zu −86 °C. So wird eine sichere Aufbewahrung biologischer Proben bis zur Weiterverarbeitung oder zum Transport gewährleistet. Ultratiefkühlschränke bei −86 °C sichern dabei die Qualität besonders sensibler Proben. Zur Verfügung stehen mehrere Ultratief- und Tiefkühlsysteme, Kühlschränke bei +4 °C sowie Lagermöglichkeiten bei Raumtemperatur, die eine flexible echte Probenlagerung erst ermöglichen.