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Beendete Forschungsbereiche

Der Forschungsbereich Erziehungswissenschaft und Bildungssysteme (Direktor: Jürgen Baumert) untersuchte bis Juni 2010 individuelle Entwicklungs- und Lernprozesse unter einer institutionellen Perspektive. Arbeitsschwerpunkte waren: (1) Internationale Leistungsvergleiche (zuletzt PISA), (2) längsschnittliche Analysen von Lernprozessen und Bildungsverläufen (BIJU), (3) der Übergang von der Schule in den Beruf und (4) experimentelle Studien zu kognitiven Werkzeugen, die das Lernen erleichtern (ENTERPRISE).

Im Forschungsbereich Bildung, Arbeit und gesellschaftliche Entwicklung (Direktor: Karl Ulrich Mayer; geschlossen seit 30. Juni 2005) standen die Beziehungen zwischen Familie, Bildungswesen und Arbeitsmarkt im Mittelpunkt. Die Untersuchungen hatten drei Schwerpunkte: (1) Sozialstruktur des Lebensverlaufs, (2) die Beziehungen zwischen Familie, Bildungswesen und Berufsstruktur als Mechanismen sozialer Ungleichheit, (3) internationale Vergleiche von Wohlfahrtsstaaten und Lebensverlaufsregimes.

Beendete Forschungsgruppen

Die Max Planck Forschungsgruppe "Neurokognition der Entscheidungsfindung" (Hauke R. Heekeren) untersuchte bis Herbst 2010 Mechanismen der Entscheidungsfindung im menschlichen Gehirn. Genutzt wurde eine Kombination psychophysischer Verfahren, multimodaler struktureller und funktioneller Bildgebung (MRT, MEG, EEG), mathematischer Modellierung sowie pharmakologischer Intervention, um (1) humane Verhaltens- und Bildgebungsdaten und theoretische Modelle, die eine dynamische und quantitative Darstellung dieser Phänomene liefern, explizit zu verbinden, (2) die Interaktion emotionaler und kognitiver Prozesse während sozialer Entscheidungsprozesse zu untersuchen, und (3) den Einfluss von individuellen Unterschieden, von Altersprozessen und von zerebralen Störungen auf diese Funktionen zu untersuchen.

Warum gibt es und wer sind "Jugendliche ohne Ausbildung"? Was sind langfristige Konsequenzen von Ausbildungslosigkeit im jungen Erwachsenenalter? Mit diesen Schwerpunktthemen beschäftigte sich bis Mai 2005 die Selbstständige Nachwuchsgruppe Ausbildungslosigkeit: Bedingungen und Folgen mangelnder Berufsausbildung (Leiterin: Heike Solga). Über die Grenzen der Gruppe der "Jugendlichen ohne Ausbildung" hinaus, trugen die Ergebnisse des Projekts zur weiteren Spezifizierung der Bedeutung von Bildung in unserer Gesellschaft und auf dem Arbeitsmarkt und zur Untersuchung des Zusammenhangs von Arbeitsmarkt und anderen Lebensbereichen bei.