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Max-Planck-Forschungsnetzwerk der Kognitions- und Neurowissenschaften (Maxnet Cognition)

Der Hauptfokus dieses Netzwerks liegt auf der behavioralen Neurowissenschaft der Kognition, mit einer Betonung folgender Aspekte: kognitive Leistungsfähigkeit des Menschen, strukturelle und funktionelle Verschaltungen im Gehirn und computerbasierte Algorithmen. Das Netzwerk ist für alle Institute der Max-Planck-Gesellschaft offen und umfasst auch Kooperationspartner an anderen Forschungsinstitutionen. Der Innovationsfond der Max-Planck-Gesellschaft finanziert das Netzwerk zunächst für fünf Jahre (2009–2013).

Strategische Ziele

Maxnet Cognition hat folgende Ziele:

  • Stärkung der sektionsübergreifenden Kooperation und Koordination zwischen Max-Planck-Instituten;

  • Förderung der Kognitionsforschung durch kohärentere Darstellung der relevanten Forschungsfragen und Identifizierung zukünftiger Forschungsrichtungen;

  • Unterstützung interdisziplinärer Einsichten und Kollaboration; und

  • Betonung des starken und nachhaltigen Einsatzes der Max-Planck-Gesellschaft für das Forschungsthema Kognition.

Aktivitäten

Maxnet Cognition umfasst kollaborative Forschungsaktivitäten sowie Workshops zu Themen von gemeinsamen Interesse. Die Ziele der Workshops sind:

  • Förderung des interdisziplinären Diskurses;

  • Präsentation von Kognitionsforschung, sowohl in die Breite als auch in die Tiefe gehend;

  • Voranbringen von Theorien und neuen Methoden/Paradigmen;

  • Eröffnung neuer Fragestellungen bei der Untersuchung von Kognition; und

  • Planung kollaborativer Forschung an den beteiligten Institutionen.

Im Jahr 2009 wurden zwei Workshops durchgeführt, die potentielle Forschungszusammenarbeit auf den Gebieten Genetik und Kognition und Gesichtserkennung im sozialen Kontext erörterten. Im Ergebnis wurden diese beiden Schwerpunktthemen als Forschungsfelder ausgewählt, die verschiedene kollaborative Projekte zwischen Instituten umfassen.

Genetik und Kognition

Die Zusammenarbeit innerhalb dieses Forschungsfeldes hat einen Schwerpunkt darauf gelegt, ein gemeinsames Messprotokoll für verschiedene Forschungsinstitutionen inner- und außerhalb der Max- Planck-Gesellschaft zu etablieren. Das Protokoll wird voraussichtlich folgende Elemente enthalten:

  • funktionelle Magnetresonanztomographie (MRT) des Ruhenetzwerks;

  • strukturelle MRT des grauen Substanzvolumens und der Trakte der weißen Substanz;

  • Schlüsselindikatoren der kognitiven Funktionsfähigkeit;

  • genetische Information (Kandidatengene und möglicherweise genomweite Assoziationsscans).

Durch Zustimmung zu einem solchen Protokoll steigern die teilnehmenden Institutionen ihr Potential, Zusammenhänge zwischen Genen, Gehirn und Verhalten aufzudecken und zu replizieren. Der Koordinator für dieses Schwerpunktthema ist Hubert Fonteijn vom MPI für Psycholinguistik in Nijmegen.

Gesichtserkennung im sozialen Kontext

Die Forschung in diesem Bereich umfasst Themen wie die Dynamik von Gesichtsausdrücken, multisensorische Integration, Handlungsvorhersage und Entwicklung über die Lebensspanne. In den Jahren 2009 und 2010 waren Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen vom MPI für Biologische Kybernetik in Tübingen, dem MPI für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig, dem MPI für Bildungsforschung in Berlin und dem MPI für Psycholinguistik in Nijmegen an diesen Aktivitäten beteiligt. Die Koordinatorin dieses Schwerpunktthemas ist Franziska Kopp am hiesigen Forschungsbereich Entwicklungspsychologie (siehe auch Interactive Brains, Social Minds).

Leitungsgruppe

Peter Hagoort (MPI für Psycholinguistik, Nijmegen)

Ulman Lindenberger (MPI für Bildungsforschung, Berlin)

Arno Villringer (MPI für Kognitions- und Neurowissenschaften, Leipzig)

Koordination

Hubert Fonteijn (MPI für Psycholinguistik, Nijmegen)

Franziska Kopp (MPI für Bildungsforschung, Berlin)