EnglishDeutsch

Affektdynamik

Personen unterschiedlichen Alters unterscheiden sich in ihren alltäglichen emotionalen Erfahrungen. Zum Beispiel sind Jugendliche häufiger emotional aufgewühlt und erleben häufiger intensive negative Emotionen als Erwachsene. Auch berichten ältere Erwachsene oft ein höheres emotionales Wohlbefinden in ihrem Alltag als jüngere Erwachsene. Bislang weiß man nur wenig über die psychologischen Mechanismen, die diesen Altersunterschieden zugrunde liegen. Auch andere Aspekte affektiver Erfahrungen – etwa der Ausdruck von Emotionen oder kulturelle Unterschiede – wurden bislang kaum auf Altersunterschiede untersucht. Unser erster Forschungsschwerpunkt zur Affektdynamik beinhaltet Studien, die diesen offenen Fragen nachgehen.

Klicken Sie auf die Projekte, wenn Sie mehr erfahren möchten:

Affektive Kompetenzen

Senior Couple
© iStockphoto

Ein zweiter Schwerpunkt unserer Forschung beschäftigt sich mit affektiven Kompetenzen. Hier untersuchen wir Altersunterschiede in der Fähigkeit, emotionale Aspekte des Lebens verstehen und bewältigen zu können. Dies beinhaltet zum Beispiel die Fähigkeiten, eigene affektive Erfahrungen zu regulieren und affektive Erfahrungen anderer Personen zu verstehen. Frühere Forschung legte nahe, dass die Fähigkeit, den emotionalen Ausdruck anderer Personen korrekt zu deuten, im Laufe des Erwachsenenalters abnimmt. In den meisten dieser Studien interpretierten Personen unterschiedlichen Alters posierte emotionale Ausdrücke von jüngeren oder mittelalten, nicht aber von älteren Erwachsenen. Ein Nachteil solcher Studien ist somit die mangelnde Altersfairness. Ein weiterer Nachteil ist die geringe ökologische Validität, da die verwendete Aufgabe sich stark vom alltäglichen Emotionserkennen unterscheidet. Einige unserer laufenden Studien zielen darauf ab, diese Nachteile zu überwinden.

Klicken Sie auf die Projekte, wenn Sie mehr erfahren möchten:

Praktika und Stellen

Sind Sie an einer Mitarbeit in unserem Team interessiert? Informationen zu Praktika und Stellen finden Sie hier.

Aktuelle Publikationen

Riediger, M., Wrzus, C., Schmiedek, F., Wagner, G. G., & Lindenberger, U. (2011). Is seeking bad mood cognitively demanding? Contra-hedonic orientation and working-memory capacity in everyday life. Emotion, 11, 656-665

Riediger, M., Völkle, M., Ebner, N.C., & Lindenberger, U. (2011). Beyond "Happy, Angry, or Sad?" Age-of-Poser and Age-of-Rater Effects on Multi-dimensional Emotion Perception. Cognition and Emotion, 25, 968-982.