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Emotionen und Werbung im 20. Jahrhundert

Gefühle spielten für die moderne Wirtschaftswerbung stets eine zentrale Rolle. In kaum einem anderen Zusammenhang wurde in den letzten 100 Jahren so intensiv über Emotionen nachgedacht und so viel mit ihnen experimentiert. Dabei änderten sich die Vorstellungen, was Gefühle sind, welche Funktionen sie haben und wie sie zu beeinflussen sind fundamental. Doch nicht nur die Theorien, auch die Werbepraktiken selber veränderten sich grundlegend und damit die Reize, denen die Konsumenten emotional ausgesetzt sind. Diese Wandlungsprozesse verliefen konfliktreich, mit zahlreichen Rückkoppelungen und nicht immer top-down und sie verweisen auf wesentliche Veränderungen in unserer Gesellschaft. Von diesen Annahmen ausgehend untersucht das Projekt die Bedeutung, die Gefühle in der und für die deutsche Werbung im 20. Jahrhundert hatten. Es nimmt die theoretischen Debatten über Gefühle und Werbung und die Werbepraktiken gleichermaßen in den Blick. In Form von case studies werden charakteristische Beispiele aus der Werbepraxis vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen und des jeweils verfügbaren theoretischen Wissens analysiert.

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