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Körper-Angst. Eine Obsession des 20. Jahrhunderts

Krankheit macht Angst. Das gilt vielen als selbstverständliche Prämisse menschlichen Seins und scheint sich darum auf den ersten Blick jeder Historisierung zu entziehen. Genau dieses bisher wenig beachtete Feld steht jedoch im Zentrum dieses Projektes. Im Blick auf Krebs und Altern möchte ich den Zusammenhang zwischen Gefühlen und Vorstellungen von Angst einerseits, Körperpraktiken, Gesundheitspolitik und Pharmaforschung andererseits erkunden. Der geographische Schwerpunkt liegt auf Deutschland, allerdings eingebettet in transnationale Diskussionen und Kooperationen.

Drei Aspekte stehen im Vordergrund:

  • Wie werden Krebs und Altern im Verlauf des 20. Jahrhunderts thematisiert? Lassen sich Konjunkturen von Angst oder aber Verschiebungen zwischen unterschiedlichen Aspekten und Bewertungen von Angst erkennen?
  • Wie lassen sich diese Angst-Konjunkturen erklären? Welche Rolle spielten etwa gewandelte Körperpraktiken, sich verändernde Subjektkulturen, die zunehmende Betonung des Vorsorgegedankens oder der medizinische, psychologische und gesellschaftliche Umgang mit dem Phänomen Angst?
  • Welche Bedeutung hatten diese unterschiedlichen Angst-Konjunkturen für die Entscheidungen von Gesundheitspolitikern, Kassen- und Pharmavertretern?

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