Angst: Soldaten und Emotion in Russland, 19.-20. Jh.
Im Zentrum des Projektes stehen drei Fragen. Am Beispiel Russlands soll erstens untersucht werden, wie Soldaten konditioniert wurden, mit ihrer Angst umzugehen, zweitens wie sie mit ihr tatsächlich umgingen, und drittens wie mit ihnen umgegangen wurde, wenn sie mit Angst-induzierten Symptomen zusammenbrachen.
Hierfür wird eine breite Auswahl an Quellen – von Offiziershandbüchern zur Rekrutenausbildung über militärpsychiatrisches Schrifttum bis hin zu Memoiren – herangezogen. Es wird bis 1812 zurückgeblickt und bis zum Tschetschenienkrieg nach vorne geschaut. Der zeitliche Schwerpunkt liegt jedoch auf dem frühen 20. Jahrhundert: Russisch-Japanischer Krieg und Erster Weltkrieg.