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Was ist PISA?
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Unter anderem als Reaktion auf die Dritte Internationale
Mathematik- und Naturwissenschaftsstudie der IEA (TIMSS)
haben die Kultusminister der Länder den Beschluss gefasst, sich
an der internationalen Schulleistungsstudie PISA ("Programme for
International Student Assessment") zu beteiligen. PISA ist Teil
des Indikatorenprogramms INES ("Indicators of Educational Systems")
der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
(OECD ).
Generelle Zielsetzung des Projekts ist es, OECD-Staaten Indikatoren
für Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten von 15-Jährigen
Schülerinnen und Schülern in den Bereichen Leseverständnis,
Mathematik und Naturwissenschaften in Zeitreihe zur Verfügung zu
stellen. Darüber hinaus werden bereichsübergreifende Basiskompetenzen
("cross-curricular competencies"), die für methodisches,
selbstreguliertes und kooperatives Lernen bzw. Arbeiten notwendig sind,
sowie zentrale motivationale Kennwerte erfasst. Die Ergebnisse werden
unter Berücksichtigung soziodemographischer Merkmale von Schülern
und Schulen sowie der Lerngelegenheiten und Instruktionsprozesse in
Schulen interpretiert.
Das Erhebungsprogramm umfasst drei sich überschneidende
Zyklen. Im Zentrum des ersten Zyklus (PISA 2000) steht die Erfassung
von Leseverständnis, während Mathematik und die naturwissenschaftlichen
Fachgebiete Nebenkomponenten bilden. An dieser ersten Erhebung, die
im Frühjahr 2000 stattfand, haben sich über 30 Staaten beteiligt.
Die internationale Koordination des Projekts obliegt
einem internationalen Konsortium unter Federführung des Australian
Council for Educational Research (ACER
).
Für die Durchführung der Studie in Deutschland ist ein Konsortium
verantwortlich, an dem sich sieben Forschungseinrichtungen unter der
Federführung des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung
beteiligen. Das deutsche Konsortium hat die internationale Untersuchung
durch eine Reihe von nationalen Optionen ergänzt. Diese Ergänzungen
zielen unter anderem darauf ab, Ursachen für interindividuelle
Leistungsunterschiede und Ansatzpunkte für konstruktive Interventionsmaßnahmen
aufzufinden. Weiterhin wird mit den Ergänzungen gewährleistet,
dass Stoffgebiete und Problemstellungen, die in deutschen Schulen gelehrt
werden, aber in den internationalen PISA-Tests nur unzureichend repräsentiert
sind, getestet werden. Fachunabhängiges Problemlösen, das
international erst ab dem Jahr 2003 gemessen werden soll, wird national
bereits im ersten Zyklus erhoben. Damit nimmt PISA-Deutschland in diesem
Bereich eine Vorreiterrolle ein. Als weitere Schlüsselqualifikation
werden Aspekte von Kooperation und Kommunikation erfasst. Schließlich
wird auf Beschluss der Kultusminister der Länder im Rahmen von
PISA erstmalig ein Leistungsvergleich zwischen den Ländern in der
Bundesrepublik Deutschland durchgeführt. Damit wird die Studie
zu einem wichtigen Element eines sich allmählich entwickelnden
nationalen Programms zur Qualitätssicherung im Schulwesen.
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